Das Familienunternehmen hat die Marke von 1000 Beschäftigten in der Region erreicht. Der Gruppenumsatz stieg auf 150 Millionen Euro. Fast jeder zweite Euro wird im Ausland umgesetzt.
Ein sattes Wachstum hat Schunk, der Lauffener Hersteller von Spanntechnik und Automation, im vergangenen Geschäftsjahr erzielt: Das Familienunternehmen steigerte den konsolidierten Gruppenumsatz um 17,6 Prozent auf 150 Millionen Euro, teilte es gestern mit. Und der Boom soll anhalten: Für das neue Jahr rechnet Schunk mit einem Wachstum von 15 Prozent, davon zwölf Prozent im Inland und 18 Prozent im Ausland. Die Exportquote beträgt inzwischen 40 Prozent.
Allein im vergangenen Jahr wurden bei Schunk hierzulande 157 neue Arbeitsplätze geschaffen, die Zahl der Mitarbeiter an den deutschen Standorten wuchs damit um elf Prozent. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 1450 Menschen. Die 1200 inländischen Mitarbeiter verteilen sich auf drei Standorte: In Lauffen am Neckar, dem Stammsitz des Unternehmens, sind 810 Mitarbeiter beschäftigt, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Nachbarort Brackenheim-Hausen gibt es 210 Mitarbeiter und im Werk in Mengen 180, ein Plus von 30 Prozent. In Heilbronn-Franken hat Schunk somit die Marke von 1000 Beschäftigten überschritten. Daneben bestehen Werke in den USA und in China, die den Zugang in den amerikanischen und chinesischen Markt sichern und damit indirekt wiederum für Beschäftigung in Deutschland sorgen. Schunk ist Marktführer im Bereich Spanntechnik und einer der großen Anbieter im Bereich Automation. 21 Tochtergesellschaften erschließen die Märkte rund um den Globus. Die Ausbildungsquote ist weiterhin hoch und beträgt zwölf Prozent - insgesamt 143 Auszubildende zählt der Betrieb derzeit, allein 2006 haben 44 Jugendliche ihre Ausbildung begonnen.
Größtes Projekt in der Region ist in diesem Jahr ein neues Werk in Brackenheim-Hausen. Die Vorbereitungsarbeiten auf dem Grundstück in der Nachbarschaft des bisherigen Zweigwerks laufen bereits. Baubeginn soll im März sein. Im neuen Gebäude, dessen Baukosten mit fünf Millionen Euro veranschlagt werden, soll der neu zu schaffende Geschäftsbereich Systemtechnik untergebracht werden. Er beschäftigt sich mit kompletten, individuellen Automatisierungsprodukten vor allem für den Maschinenbau - die Baugruppe wird dabei aus einzelnen Modulen der Schunk-Produktpalette zusammengesetzt. Zurzeit ist dieser Geschäftsbereich noch im Werk Hausen untergebracht, die Entwicklung im Zeus-Gebäude in Lauffen, dem firmeneigenen Zentrum für Entwicklung und Schulung.
Quelle Heilbronner Stimme vom 17. Februar 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de
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