
Vor über 50 norditalienischen Automobilzulieferern präsentierte jetzt Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach die Region Heilbronn-Franken in Mailand.
Für die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) startete damit eine internationale Veranstaltungsreihe unter dem Titel STANDORTFOCUS: Heilbronn-Franken. Ziel ist es, den regionalen Unternehmen neue Märkte zu eröffnen und den ausländischen Unternehmen die Region Heilbronn-Franken näher zu bringen. Der Auftakt in Mailand erfreute sich eines großen Interesses.
Bei der Gemeinschaftsveranstaltung mit der Deutsch-italienischen Handelskammer und dem Industrieverband der Lombardei stellte Himmelsbach die Region Heilbronn-Franken als dynamischen Wirtschaftsraum und als die Wachstumsregion Baden-Württembergs vor, die auch als Freizeit- und familienfreundliche Region Konkurrenz nicht zu fürchten brauche. Gerade die hohe Bedeutung des Automobilbaus verbindet Norditalien und Heilbronn-Franken. Dabei verwies der OB auch auf die jahrzehntelange Präsenz der Firma Fiat in Heilbronn.

Ausführlich stellte Himmelsbach in Anwesenheit des deutschen Generalkonsuls Dr. Axel Hartmann das "Welcome-Package" der Region für potenzielle Investoren vor und weckte gleich Interesse für einen Gegenbesuch in den nächsten Wochen.
Der zweite Teil der Veranstaltung befasste sich konkret mit der Vermittlung von Geschäftskontakten einzelner Unternehmen: So präsentierten sich der Audi-Standort Neckarsulm sowie die Forchtenberger Würth-Tochter Arnold&Shinjo GmbH, die Wertheimer LS Kunststofftechnologie GmbH und die Pfaffenhofener Maschinenbau DURST GmbH.
Unterstützt wurde der Auftakt des STANDORTFOCUS: Heilbronn-Franken auch durch Baden-Württemberg International (BW-I). Die Bereichsleiterin für Westeuropa, Heike Passauer, gab einen Überblick über den Automobilstandort Baden-Württemberg.
Wirtschaftlich gehört Italien zu den acht bedeutendsten Ländern der Welt. Gemessen am Bruttosozialprodukt hat Italien inzwischen Großbritannien und Nordirland überholt. Auch das Land Baden-Württemberg arbeitet seit vielen Jahren im Rahmen der so genannten „4-Motoren-Kooperation“ mit der Lombardei, Katalonien (Spanien) und der Region Rhônes-Alpes (Frankreich) eng zusammen. Alle Regionen sind sehr stark geprägt durch die Automobilindustrie und den Maschinenbau und den damit verbunden Dienstleistungen. Sie haben eine starke Forschungslandschaft und können auf hoch qualifizierte Mitarbeiter zurückgreifen.
Über 40 Prozent des italienischen Bruttosozialprodukts wird im Norden Italiens, in Nähe der Städte Turin, Mailand, Verona und Bologna, erwirtschaftet. „Nach wie vor ist Italien einer der wichtigsten Märkte für deutsche Produkte“, weiß Steffen Schoch, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). Deshalb sei es auch unverzichtbar auf diesem Markt präsent zu sein, betont der WHF-Geschäftsführer. Zusammen mit der Deutsch-Italienischen Handelskammer (AHK) hat er diese Veranstaltung konzipiert um Firmen der Region Heilbronn-Franken einen Marketeintritt in Italien zu erleichtern um dadurch letztlich heimische Arbeitsplätze zu sichern.
Individuelle Gespräche der Tagungsteilnehmer mit gutem Erfolg rundeten den Heilbronn-Franken-Tag in Mailand ab.
Zitate:
Helmut Himmelsbach, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF): „Für die automobilen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Norditalien und der Region Heilbronn-Franken gibt es ein berühmtes Beispiel: Seit 1934 wurden FIAT-Modelle in Heilbronn gebaut, montiert und zum Teil eingedeutscht, denn ein großer Teil bestand aus deutschen Komponenten. Zwar wurde 1969 die Montage der Fahrzeuge eingestellt, aber noch heute ist Heilbronn Sitz der FIAT Bank Deutschland.“
Oliver Durst, Geschäftsführer Durst Maschinenbau Pfaffenhofen: „Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Monaten einen erfolgreichen Markteintritt in Italien haben werden. Für uns ist der militärische Bereich und vor allem das Segment Luftfahrt ein bedeutender Markt.“
Joachim Lutz, Geschäftsführer Arnold & Shinjo, Forchtenberg: „Für uns ist es eine logische Konsequenz unserer Strategie, an allen wichtigen Automotive-Standorten Europas vertreten zu sein. In Spanien und Frankreich sind wir bereits vor Ort präsent. Italien wird folgen.“
Bernhard Laudenbacher, Geschäftsführer, LS Kunststofftechnologie GmbH, Wertheim: „Unser Ziel war es, mit den Endkunden wie FIAT, Ferrari und Magneti Magnelli ins Gespräch zu kommen und unsere Chancen als Zulieferer zu testen. Das haben wir erreicht.“
Weitere Veranstaltungen sind zunächst in den Würth-Niederlassungen in Arlesheim (Schweiz), Hertogenbosch (Niederlande), Barcelona (Spanien), Erstein (Frankreich) und Böheimkirchen (Österreich) geplant. Eine Veranstaltung wird im Juni in Lint/Oberösterreich in Kooperation mit der Raiffeisenlandeslank Oberösterreich stattfinden. Darüber hinaus will sich die WHF gemeinsam mit regionalen Unternehmen auf internationalen Messen präsentieren und so auf die dynamische Region Heilbronn-Franken aufmerksam machen.













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