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Elftes Audi-Rekordjahr in Folge

     
 
 

3.3.07

 

"Wir stehen zum Standort Deutschland", lautet das Bekenntnis des Audi-Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler. Die Marke mit den vier Ringen fährt allerdings auch gut damit.

Das Ingenieurpotential, die Produktivität und die handwerklichen Fähigkeiten hier tragen wesentlich zum Erfolg des Automobilbauers bei. In der Jahrespressekonferenz stellte Stadler die elfte Rekordbilanz in Folge vor. Dass die Audi-Fahrzeuge weg gehen wie warme Semmeln macht er auch daran fest, dass man Autos nach dem Geschmack der Kunden baue.

2006 war für Audi "ein äußerst erfolgreiches Jahr". 905 000 Fahrzeuge wurden verkauft. Das waren 9,2 Prozent mehr als 2005. Die Umsatzerlöse stiegen sogar um 17,1 Prozent auf das Rekordergebnis von 31,1 Milliarden Euro. Und weil man es schaffte, den Anteil teurer Modelle und hochwertiger Sonderausstattungen zu steigern, betrug der Zuwachs beim operativen Ergebnis sogar 43,2 Prozent. Kein Wunder, dass die 2,4 Milliarden Euro Investitionen aus eigener Kraft geschultert wurden. Die Umsatzrendite stieg von 4,9 Prozent im Jahr 2005 auf aktuell 6,2 Prozent. Bei der Kapitalrendite wurden 14,2 Prozent erreicht.

"Profitables Wachstum funktioniert", freute sich der neue "Herr der Ringe". Wenn es nach dem Vorstand geht, soll der Trend anhalten. Für 2008 wird der Verkauf von einer Million Audi angestrebt, für 2015 setzt man sich sogar 1,5 Millionen als Absatzziel. Wichtige Wachstumsmärkte dieser Strategie sind China (Ralph Weyler: "Unser zweiter Heimatmarkt") und Indien.

Von den Erfolgen profitieren die Anteilseigner (das ist in erster Linie die Volkswagen AG), die Beschäftigten, denen Stadler eine Ausschüttung über das Erfolgsbeteiligungsmodell verspricht, aber auch der Fiskus. Von den 1,9 Milliarden Euro Gewinn landen rund 600 000 Euro beim Finanzamt.

Der aktuellen (Stadler: "fast hysterischen") Diskussion, wie man die CO2-Bilanz verbessern könnte, begegnet Audi auf dem Automobilsalon in Genf mit dem 105 PS starken TDIe-Motor, der nur 119 Gramm CO2 pro Kilometer produziert. Rupert Stadler schränkte aber gleich ein: "Wir werden nie die Marke sein, die die Produktpalette mit den günstigsten Verbrauchswerten baut."

Audi wird also weiter das Image des sportlichen Autoherstellers pflegen und diese finanziell erfolgreiche Strategie nicht zugunsten einer Umweltoffensive ändern.

Quelle Fränkische Nachrichten vom 1. März 2007 von Dieter Schwab

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