Geschäftsjahr 2006 der Sparkasse Hohenlohekreis ein Spiegelbild des Aufschwungs. Die Bilanzsumme stieg um 1,3 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Euro, der Jahresgewinn kletterte auf 2,48 Millionen Euro.
Gut. Mit diesem simplen Slogan wirbt die Sparkasse Hohenlohekreis für ihre Finanzdienstleistungen. „Gut bis sehr gut“: So lief das Geschäftsjahr 2006 aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden Werner Gassert. „Der konjunkturelle Aufschwung führte in allen wesentlichen Bereichen des Kundengeschäfts zu deutlichem Wachstum.“ Die Bilanzsumme stieg um 1,3 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Euro, der Jahresgewinn kletterte auf 2,48 Millionen Euro.
Einlagengeschäft
Besonders zufrieden ist die Sparkasse mit dem Einlagengeschäft. „Da haben wir ein Rekordwachstum erzielt.“ 912 Millionen Euro: „Damit belegen wir Platz drei unter den 55 baden-württembergischen Sparkassen.“ Vor allem die kurzfristigen Anlagen auf Geldmarkt- und Terminkonten wurden stark nachgefragt. Im Jahresverlauf zogen auch mittel- und längerfristige Anlagen an - wie der Sparkassenbrief oder das Zuwachssparen. Das gute alte Sparbuch fristet statt dessen immer mehr ein Schattendasein. Die Privateinlagen stiegen um 2,7 Prozent, die Unternehmenseinlagen um 16,7 Prozent („Viele Firmen haben gutes Geld verdient“) und die Einlagen der öffentlichen Haushalte um satte 38,5 Prozent („Man spürt: Den Kommunen geht es wieder besser“).
Kreditgeschäft
Bei den Krediten fallen die Zuwächse geringer aus. Zumindest bei den Firmenkunden. „Das, was wir an Einlagen mehr haben, haben wir hier weniger“, sagt Gassert. „Die Nachfrage nach kurzfristigen Betriebsmittelkrediten ist gesunken. Das liegt an der überwiegend guten Ertrags- und Liquiditätslage der Unternehmen.“ Dennoch: Mittel- und langfristige Darlehen sind weiterhin gefragt. Denn: Die Investitionsfreude der mittelständische Wirtschaft nimmt zu.
Bei den Privatkunden verzeichnete die Sparkasse eine lebhafte Nachfrage nach langfristigen Wohnungsbaudarlehen. Der Grund: Die günstigen Baupreise, das niedrige Zinsniveau und der konjunkturelle Aufschwung. „Die eigenen vier Wände stehen vor allem bei jungen Leuten nach wie vor ganz oben auf der Liste“, sagt Gassert. In diesem Bereich seien noch längst nicht alle Potenziale ausgeschöpft.
Wertpapiergeschäft
Weiter auf Wachstumskurs ist das Geschäft mit Wertpapieren - auch dies ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Lage. 40,8 Prozent mehr Umsatz bei den Aktien, 22,7 Prozent mehr bei den Investmentfonds: „Das ist eine sehr gute Bilanz.“ Nur das Geschäft mit den Anleihen sank.
Verbundgeschäft
Die private Altersvorsorge wird immer wichtiger. Das spürt auch die Sparkasse im Geschäft mit ihrem Verbundpartner. Bei den Lebens- und Rentenversicherungen hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt. Das Bauspargeschäft mit dem Verbundpartner LBS läuft „gut“ - doch Gassert sieht in diesem Bereich noch genügend Luft nach oben.
Personal und Filialen
363 Mitarbeiter: An dieser Personalstärke will die Sparkasse festhalten. „Kompetente Beratung, freundlicher Service, moderne Technik und Präsenz vor Ort: Diese Strategie verfolgen wir weiter.“ Die Hauptstelle in Künzelsau wurde vor sechs Jahren komplett erneuert, auch die Hälfte der 26 Filialen ist gerichtet. Nur die zweite Hauptstelle in Öhringen fällt optisch etwas aus dem Rahmen. „Das steht bei uns auf der Agenda. Wir wissen, dass wir etwas tun müssen“, sagt Vorstand Johannes von Hebel. Und Vorstands-Vize Bernd Kaufmann ergänzt: „Bis 2010 wird sich an diesem Standort etwas bewegt haben.“
Quelle Fränkische Nachrichten vom 3. März 2007 von Ralf Reichert www.fnweb.de
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