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Zelte sind willkommen - Wohnmobile noch nicht

     
 
 

10.3.07

 

Die 80 neuen Zeltplätze sind für Ostern schon ausgebucht. Bis die ersten Wohnmobile den erweiterten Teil des Campingplatzes am Breitenauer See nutzen können, wird allerdings deutlich mehr Zeit verstreichen, als ursprünglich geplant - zuerst muss das Sanitärgebäude stehen. Bereits ab Pfingsten sollen Übernachtungsgäste die vier neuen Blockhäuser mit Leben erfüllen.

Ende 2005 haben Raupen und Bagger damit begonnen, auf rund sechs Hektar Fläche aus Äckern einen Campingplatz zu formen. 150 elliptisch angeordnete Plätze für Touristen sind in dieser Zeit entstanden. Derzeit arbeiten Handwerker an den vier Blockhäusern, die zwei bis sechs Gäste beherbergen können. „Die Häuser sind komplett ausgestattet“, erklärt Harry Murso, Bürgermeister in Obersulm und Vorsitzender des Naherholungszweckverbands Breitenauer See. Acht Zentimeter starke Fichtenholzbohlen fügen sich zu Wänden zusammen, rote Betonziegel dichten die Dächer ab. Rund 70 000 Euro kostet ein solches beheizbares Haus. „Mit Möbeln und Ausstattung“, sagt Verbandsgeschäftsführer Bernd Ehmann. Er und Murso sind sicher, dass es genügend Bedarf für das neue Angebot gibt - auch im Winter. Ehmann: „Es gibt sogar Anfragen für Silvester.“ Übernachtungsgäste müssen - bei zwei Personen - 55 bis 60 Euro pro Nacht und Haus bezahlen. Der Verband errichtet zunächst die vier Häuser, für drei weitere sind die Fundamente bereits gegossen.

Unzählige Pflanzen haben Verbandsmitarbeiter inzwischen gesetzt: Linden, Kornelkirschen, Hainbuchen. Schließlich soll sich das Gelände gut in die Landschaft einpassen. „Wir hatten in diesem Punkt Glück mit dem Wetter“, meint Harry Murso. Ein Winter mit viel Feuchtigkeit und kaum harten Frösten lässt die Pflanzen gedeihen. Das Glück war der Baustelle allerdings nicht immer hold. So mussten die Arbeiten mehrere Wochen ruhen, weil das Wetter den Baufirmen einen Strich durch die Rechnung machte.

Ursprünglich sollte die Erweiterung dieses Jahr in Betrieb gehen. Das ist nur teilweise zu realisieren. Zeltgäste können kommen. Für sie stehen dann hochwertige Sanitärcontainer - der Verband spricht von „Pavillons“ - bereit. Nutzer von Wohnmobilen und Wohnwagen müssen sich dagegen bis zum nächsten Jahr gedulden. Früher wird das neue Sanitärgebäude nicht fertig. Gründe für die Verzögerung: lang andauernde Planungen, der Verzicht auf Modulbauweise, Warten auf Zuschüsse. Was sich allerdings gelohnt hat. Das Land steuert 150 000 Euro für das 1,1 Millionen Euro teure Sanitärgebäude bei.

Insgesamt kostet die Campingplatzerweiterung 4,2 Millionen Euro, inklusive Mehrwertsteuer. In dieser Summe enthalten sind die Kosten für Umbau und Vergrößerung des Empfangsgebäudes. Der Naherholungszweckverband finanziert das Projekt über Kredite.

Quelle Heilbronner Stimme vom 10. März 2007 von Reto Bosch www.stimme.de

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