Ein Auftakt nach Maß. Über 150 Besucher applaudierten den hochkarätigen Referenten zum Auftakt des STANDORTDIALOG: Heilbronn-Franken im i_PARK TAUBERFRANKEN zu. Minister Professor Dr. Wolfgang Reinhart stand hinter diesem wichtigen Neubeginn der dynamischen Region und Landrat Reinhard Frank forderte: Mischen Sie sich ein, um unsere Wirtschaft zu fördern!“
Die neue Veranstaltungsreihe STANDORTDIALOG: Heilbronn-Franken der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) im i_PARK TAUBERFRANKEN in Lauda-Königshofen wurde vor über 150 Gästen durch Reinhard Frank, den Landrat des Main-Tauber-Kreises, eröffnet. Im Namen des erkrankten Veranstalters und WHF-Geschäftsführer Steffen Schoch übernahm er auch die Moderation und betonte, dass das Ziel der heutigen Veranstaltung sei, die dynamische Region Heilbronn-Franken weiterhin auf Wachstumskurs zu halten und den Austausch aktueller Standortinformationen zu erleichtern.
„Mischen Sie sich ein, um unsere Wirtschaft zu fördern“, so der Landrat.
Für Thomas Maertens, Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen, war es eine Ehre, dass der Auftakt im i_PARK TAUBERFRANKEN stattfand. Die ehemalige Bundeswehrversorgungsanstalt wurde zu einem Forum für Unternehmen umgebaut, in welchem zukünftig weitere Veranstaltungen stattfinden werden.
Thomas Maertens sah in der Veranstaltung eine gute Chance, neue Wege zu finden, um nicht nur in seiner Stadt, sondern in der gesamten Region Heilbronn-Franken potentielle Unternehmen zu werben und um einheimische Unternehmen zu fördern und zu unterstützen. „Seit den beiden großen Weltmeisterschaften im Sportbereich wächst die Wirtschaft, bis jetzt aber leider nur durch Verlagerungen der einheimischen Unternehmen“, bedauerte er.
Professor Dr. Wolfgang Reinhart, Minister und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund, sprach von einem „Anfangszauber“, denn alle Faktoren des Auftaktes der Reihe STANDORTDIALOG: Heilbronn-Franken waren seiner Meinung nach stimmig: die erste Veranstaltung im i_PARK TAUBERFRANKEN überhaupt, die Idee und des STANDORTDIALOG: Heilbronn-Franken an sich und zu guter Letzt: das wunderbare Wetter. Rhetorisch perfekt präsentierte Reinhart die neuesten statistischen Zahlen des Landes und er verglich die Region Heilbronn-Franken mit einer „Weinrebe im Frühjahr“, welche durch diesen Neubeginn beschnitten wird, um im Herbst reichlich Früchte tragen zu können. „Mit dem Standortdialog und den optimalen Standortfaktoren der Region Heilbronn-Franken wurde die Basis eines erfolgreichen Miteinanders gesetzt“, so der Minister.
Den größten Beifall des Publikums erhielt Professor Dr. Dr. h.c. mult. Johann Löhn, Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung und Präsident der Steinbeis-Hochschule in Berlin. Sehr anschaulich referierte er über die innovativen Wachstumsbereiche deutscher Unternehmen. Dazu müsse man zuerst den Strukturwandel, die Informationstechnologie und die Globalisierung näher durchleuchten.
Er appellierte an die Wirtschaftsförderungen mit ihren Aufgaben als Verstärker von Infrastruktur, Information und Marketing sowie der finanziellen Förderung und des Transfers vermehrt in Erscheinung zu treten.
Löhn: „Die Region hat große Potentiale, die es weiter auszubauen gilt!“ Mit Sicht auf die Zukunft und dem demografischen Wandel sei es unabdingbar, verstärkt die Bevölkerung zu fördern um qualifizierte Mitarbeiter für die Unternehmen zu erhalten.
Professor Löhn kritisierte, dass viele Wirtschaftsförderungen die Bestandspflege der bereits bestehenden Unternehmen vernachlässigen würden. Dabei sei hier ein sehr großes Potential in Richtung Kernkompetenzen und Clusterbildung gegeben. Die Regionalpolitik solle sich überlegen, wie sie diesen Zweig weiter ausbauen und unterstützen könne.
Als Schlussbeispiel nannte er die Veranstaltung einen Pflog im regionalpolitisch fruchtbaren Boden, dessen Wachstum man nicht verhindern könne.
Dr. Hans-Eberhard Koch, Vorsitzender des Vorstands Landesverband der Baden-Wüttembergischen Industrie e.V. , Stuttgart referierte über das Thema „Erwartungen an die kommunale und regionale Wirtschaftsförderung aus unternehmerischer Perspektive“. Auch er unterstrich die Wichtigkeit der Förderung von bereits bestehenden Unternehmen in der Region durch die Wirtschaftsförderungen. Schließlich verlagern immer mehr Unternehmen Teilbereiche ins Ausland. Koch war wie sein Vorredner der Auffassung, dass Cluster in der Region nicht nur eine Lösung in Form von Anwerbung anderer Unternehmen, sondern auch ein Wettbewerb unter den Unternehmen fördern würde. Des Weiteren sei es zukunftsträchtig Public Private Partnerships zu erweitern und ausbaufähiger zu gestalten.
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