Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken legt dieses Jahr erstmals nach längerer Zeit wieder eine Gemeindehaushaltsanalyse für die Region vor.
Ziel der Studie ist es, die finanzielle Situation der untersuchten Städte zu dokumentieren, durch geeignete Kennzahlen vergleichbar zu machen und signifikante Unterschiede bzw. Entwicklungen aufzuzeigen. Angesichts der Unterschiede hinsichtlich Größe, Aufgaben und Wirtschaftskraft sollten die Kennzahlen und Platzierungen der einzelnen Städte aber nicht überbewertet werden. Sie stellen erst recht keine generelle Bewertung der Gemeinde dar; als haushaltsspezifische Kennziffern können sie nichts über die vielfältigen Spektren der Kommunalpolitik wie z. B. Wohn- und Lebensqualität, Zustand von Schulen und Straßen oder Bürgernähe der Verwaltung aussagen. Zudem lassen sich die Kennzahlen meist nur langfristig beeinflussen, so dass sie nur eine eingeschränkte Bewertung der Verwaltung erlauben. Wir erachten die Studie dennoch als wichtigen Beitrag, um mehr Transparenz in die finanzielle Situation der großen Kommunen in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken zu bringen und damit die Diskussion über kommunale Aufgaben und Hebesätze versachlichen.
Aus der oben vorgestellten landesweiten Untersuchung hat die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken die wichtigsten Kennzahlen der Städte Bad Mergentheim, Bad Rappenau, Crailsheim, Eppingen, Heilbronn, Neckarsulm, Öhringen, Schwäbisch Hall und Wertheim ausgewählt und analysiert. Die Darstellung erfolgt getrennt nach Großen Kreisstädten und kreisfreien Städten.
Da Heilbronn die einzige kreisfreie Stadt in der Region ist, werden zum besseren Vergleich die Kennzahlen der anderen Stadtkreise herangezogen.
Die angegebenen Durchschnittswerte basieren auf den Zahlen der landesweiten Untersuchung, enthalten also immer die Werte aller Städte einer Gruppe. Um auch aufzuzeigen, wie die Gemeinden in der landesweiten Untersuchung abgeschnitten haben, werden den Städtenamen gelegentlich die Platzierungen vorangestellt.
Das so aufgearbeitete Zahlenmaterial ermöglicht einen Vergleich der neun untersuchten Städte untereinander, mit anderen gleichartigen Städten in Baden-Württemberg (interkommunal) und im Zeitablauf (intertemporär).
Zur Studie. (Download.pdf)
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