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Astronaut Messerschmid im Innovationsrat Baden-Württemberg

     
 
 

21.3.07

 

Das Land Baden-Württemberg will die Technologieführerschaft in den für die Wirtschaft des Landes zentralen Branchen erhalten und diesen Standort in den kommenden Jahren so attraktiv wie möglich gestalten.

Das Innovationskonzept der Landesregierung sieht dazu unter anderem die Einrichtung eines Innovationsrats vor. Er soll die Landesregierung in ihrem Ziel, die führende Rolle Baden-Württembergs als Innovationsmotor Deutschlands zu erhalten und auszubauen, beraten und unterstützen. Mit dem Innovationsrat setzen wir die in der Koalitionsvereinbarung formulierten Ziele konsequent um.“ Dies erklärte Ministerpräsident Günther H. Oettinger am Dienstag (20. März 2007) in Stuttgart im Anschluss an die Ministerratssitzung vor der Presse.

Der im Einvernehmen mit Wirtschaftsminister Ernst Pfister eingesetzte Innovationsrat soll Themen von zentraler Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg innerhalb Deutschlands, Europas und weltweit in den nächsten 10 bis 20 Jahren analysieren und für die Landesregierung konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln, sagte Ministerpräsident Günther H. Oettinger. In diesem Gremium sollen alle bedeutsamen gesellschaftlichen Gruppen vertreten sein. Neben Unternehmern sollen u.a. auch Betriebsräte als Vertreter der Mitarbeiter, Wissenschaftler sowie Vertreter von Kultur, Kommunen, Kammern und Verbänden der Wirtschaft zusammenwirken.

Innovationsrat erhält dreiköpfigen Vorstand: Ministerpräsident Oettinger, Prof. Messerschmid und Dr. Veit, Sprecher des Vorstands der Festo AG & Co. KG.

Der Innovationsrat wird von einem Vorstand geführt, in dem Ministerpräsident Oettinger, Prof. Messerschmid und Dr. Veit zusammenwirken. Der Ministerpräsident wird im Vorstand die Gesamtverantwortung tragen und die Koordination übernehmen, Prof. Messerschmid steht für Wissenschaft und Forschung und Dr. Veit vertritt die Wirtschaft. Der Innovationsrat soll in der Regel dreimal im Jahr tagen. Die konstituierende Sitzung soll noch im Frühjahr 2007 stattfinden. „Der Innovationsrat soll neben der Stärkung des Wirtschaftsstandortes auch Themen wie Demografie, Wissenschaft oder Bildung aufgreifen und die Landesregierung mit konkreten Handlungsempfehlungen beraten“, sagte Ministerpräsident Günther H. Oettinger.

Innovationskongress und Zukunftsforen angekündigt

Unter Verantwortung des neuen Innovationsrats sollen ein Innovationskongress und Zukunftsforen durchgeführt werden, um neue Cluster und Innovationsschwerpunkte zu identifizieren. „In diesen Zukunftsforen wollen wir die wichtigsten Beteiligten aus Forschung, Industrie und Dienstleistung zusammenführen“, so Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Dort soll über Themen wie die Kernenergieforschung, die Erforschung erneuerbarer Energien, die Materialwissenschaften/Nanotechnologie, die Produktionsforschung/Digitale Produktion etc., aber auch über Querschnittsthemen wie die Optimierung des Technologietransfers beraten werden.

Professor Dr. Ernst Messerschmid

Mit Professor Dr. Ernst Messerschmid ist es uns gelungen, einen namhaften Wissenschaftler mit großem Praxisbezug zu gewinnen, unterstrich Ministerpräsident Oettinger. Zu seinen Aufgaben sollen die Stärkung der für die wirtschaftliche Zukunft des Landes ausschlaggebenden Forschungs- und Technologiecluster sowie die Identifizierung und Entwicklung neuer Innovationsfelder zählen. Ferner gehören zu seinem Aufgabengebiet die beschleunigte Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Produkte und Verfahren, der Aufbau und die Koordinierung eines „High-Tech-Netzwerks Baden-Württemberg“ als Netzwerk der existierenden Cluster-Netzwerke sowie die Unterstützung bei der Bildung von neuen Technologie-Clustern und Branchennetzwerken zwischen Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Professor Dr. Ernst Messerschmid (geb. 1945 in Reutlingen) arbeitet am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart. 1985 nahm er als Wissenschaftsastronaut an der Spacelab Mission der NASA teil und leitete von 2000 bis 2004 das Europäische Astronautenzentrum der ESA. Er war einer der ersten Professoren in der Republik, der ein Steinbeis-Transferzentrum gründete.

Dr. Eberhard Veit

„Mit Dr. Veit haben wir einen herausragenden Unternehmer gewonnen, der mit seinem Unternehmen bewiesen hat, dass Hochtechnologie Arbeitsplätze schafft. Festo steht aber nicht nur für High Tech, sondern auch für soziale Verantwortung und Standorttreue seit Generationen und ein vorbildliches und zukunftsweisendes Konzept in der beruflichen Bildung“, sagte Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Das Bildungskonzept von Festo will junge Menschen für Technik begeistern. Techniktage, Schulkooperationen, Informationstage für Schüler, Lehrer und Studierende bieten dabei die Chance zum spielerischen Erfahrungsaustausch und für langjährige Partnerschaften.
Dr. Eberhard Veit (geb. 1962 in Göppingen) leitet seit 2003 als Sprecher des Vorstands die Festo AG & Co KG in Esslingen. Seit 1997 ist er im Vorstand für den Bereich Produkt- und Technologie-Management verantwortlich. Davor war er in mittelständischen Unternehmen in Forschung und Entwicklung tätig.

Wirtschaftsminister übernimmt Aufgaben des Technologietransfers

Das in der Vergangenheit von Prof. Löhn mit großem Engagement ausgefüllte Amt des Technologiebeauftragten der Landesregierung geht im Innovationsrat Baden-Württemberg auf. Wirtschaftsminister Ernst Pfister übernimmt persönlich in Abstimmung mit den anderen Ressorts, vor allem dem Wissenschaftsministerium, die wichtigen Aufgaben des Technologietransfers. Hierüber wird er im Ministerrat halbjährlich berichten.

Quelle: Staatsministerium vom 20. März 2007

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