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45.000 neue Arbeitsplätze im Südwesten

     
 
 

22.3.07

 

Die Wirtschaft in Baden-Württemberg will 2007 rund 45.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Wie der Vorsitzende des Landesverbands der Industrie in Baden-Württemberg (LVI), Hans-Eberhard Koch, am Donnerstag sagte, betreffe dies viele Branchen von den Dienstleistungen bis hin zum Maschinenbau. Schon im abgelaufenen Jahr 2006 habe die Wirtschaft etwa 35.000 neue Stellen geschaffen.

Die Auftragsbücher der Industrie in Baden-Württemberg seien so kräftig gefüllt wie seit Jahren nicht mehr. Das Wirtschaftswachstum im Land dürfte im laufenden Jahr über drei Prozent erreichen.

Als eines der großen Probleme im Lande sieht Koch den immensen Ingenieurmangel an. Er treffe derzeit sehr stark den Maschinenbau, aber auch die Automobilzulieferer litten unter dem fehlenden Ingenieurnachwuchs. «Die großen Unternehmen werden wohl die notwendigen Ingenieure und Facharbeiter bekommen, die kleinen Firmen werden aber vermutlich auf der Strecke bleiben», brachte Koch die aktuelle Lage auf den Nenner. «Wir müssen mehr Frauen dazu bringen, dass sie Ingenieurwissenschaften studieren». Dazu könnten auch die Betriebe selbst beitragen, in dem sie in den Betrieben Möglichkeiten für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen, meinte der Verbandschef.

Inzwischen sei auch ein Facharbeitermangel zu verzeichnen. Derzeit fehlten sehr viele Schweißer. Die Industrie brauche aber diese Facharbeiter, um ihr hohes Auftragsvolumen abarbeiten zu können. Als Risiko für die Fortsetzung des Aufschwungs sieht der LVI-Chef die hohen Forderungen der IG Metall in der laufenden Lohnrunde. Er plädierte dafür, die Metallbeschäftigten an der guten Auftragslage teil nehmen zu lassen. Dies müsse aber mit Festbeträgen geschehen, die nicht in die Lohntabelle einfließen.

Quelle: dpa/lsw vom 22. März 2007

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