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Autoindustrie als Wirtschaftsmotor im Kunststoffsektor

     
 
 

24.3.07

 

Beim ersten Kunststoff-Forum der WFG Raum Heilbronn wurde deutlich, dass vor allem im westlichen Landkreis Heilbronns die Kunststoff-Technologie in ihrer vielfältigsten Form zu Hause ist. GMR, LFT-D und SMC standen im Mittelpunkt des Forums.

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind in hohem Maße Unternehmen aus dem Bereich Kunststoff angesiedelt. Aber das große und qualifizierte Angebot an Kunststoff verarbeitenden Unternehmen sowie an Modell- und Formenbauern im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist noch nicht allerorts bekannt.
 
Im Rahmen des Kunststoff-Dialogs soll nun versucht werden, das hohe Potential der Kunststoff-Region Heilbronn bekannt zu machen.

Über 50 Fachleute sind der Einladung der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn (WFG) in die Villa Waldeck gefolgt. Unter ihnen Vertreter von gut zwei Dutzend Firmen und Einrichtungen aus Stadt- und Landkreis.

Stark vertreten: der westliche Landkreis. Keine Überraschung für WFG-Geschäftsführer Markus Wegerhoff. Schließlich hat er in diesem Landstrich eine besondere Firmenballung im Kunststoffsektor festgestellt. Auch deshalb soll das erste Forum der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe sein, die im Ein- oder Zweijahresrhythmus in der Fachwerkstadt ausgerichtet wird.

Die Autoindustrie als Wirtschaftsmotor im Kunststoffsektor: Das machte der Vortrag von Dr. Jürgen Hohnhaus vom Eppinger Pressenhersteller Dieffenbacher deutlich. Wer eine Mercedes A-Klasse fährt, einen flotten CLK oder von VW einen Passat oder Eos steuert: Auch der trägt zur Arbeitsplatzsicherung im Landkreis Heilbronn bei. Mit Dieffenbacher-Großpressen werden Unterbodenabdeckungen, Sitzschalen und ähnliche Bauteile produziert.

Kerngeschäft der Schübel GmbH aus Talheim sind Prototypen. Die Automobil-Produktionsstandorte werden weiterhin eine Magnetwirkung auf die Kunststoffbranche ausüben, ist Geschäftsführerin Christine Schübel überzeugt. Gleichwohl werde die zunehmende Internationalisierung auch diese Branche verändern. Zuerst der Absatz, dann die Beschaffung, Produktion und schließlich auch Forschung und Entwicklung - so ein mögliches Abwanderungsszenario. Bei knapp drei Vierteln der Unternehmen werde die geplante Auslandsproduktion zu einem Abbau oder Aufbauverzicht von Kapazitäten in Deutschland führen, verweist die Unternehmerin auf eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

Ein Beispiel für die Sogwirkung der Auto-Industrie ist die Tecnaro GmbH. Lag die Keimzelle des Unternehmens in der Fraunhofer-Einrichtung im nahen Pfinztal, hat sich die Firma nach einer Zeit in Eisenach nun in Ilsfeld-Auenstein niedergelassen. Geschäftsführer Helmut Nägele stellte mit seinen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen einen zukunftsträchtigen Bereich vor - insbesondere in Zeiten immer knapper und somit teurer werdender Ausgangsprodukte.

Ebenfalls gute Chancen werden der Kunststoffbranche in der Medizin-Technik vorausgesagt. Hier sind ganz andere Herausforderungen zu meistern als im Automobilsektor. Aber dies hätte den Rahmen am Donnerstag gesprengt. Es war ja nur Auftakt zu weiteren Foren in Eppingen.

Quelle Heilbronner Stimme vom 23. März 2007 von Thomas Senger www.stimme.de

Weitere Informationen unter

Wirtschaftsförderung in der Region Heilbronn-Franken