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Modell Hohenlohe seit Jahren Vorreiter in Sachen Ökologie

     
 
 

24.3.07

 

Ein Viertel der Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2) in Deutschland entsteht in der gewerblichen Wirtschaft. Die Einsparpotenziale sind gigantisch: Der CO2-Ausstoß von 17 Hohenloher Firmen wurde seit 2002 um 9,8 Prozent gesenkt, die Energiekosten gingen sogar um 10,4 Prozent zurück.

Diese 17 Firmen haben an dem ersten Energieeffizienz-Tisch des Waldenburger Vereins "Modell Hohenlohe" teilgenommen - darunter Hirschmann Laborgeräte in Eberstadt, EBM-Papst in Mulfingen, Getrag in Neuenstein und Procter & Gamble in Crailsheim.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: "Nach Abzug aller Kosten blieb den Unternehmen pro eingesparter Tonne CO2 ein Gewinn von zwischen zehn und 20 Euro", sagt Kurt Weissenbach, Vorstandsvorsitzender des Modells Hohenlohe. Die Produktionsprozesse selbst wurden nur in Ausnahmefällen angegangen: Im Fokus des Hohenloher Energietischs stand der Blick auf Druckluft, Motoren, Kühlung, Lüftung - und auf die Halle an sich. Denn gerade die Haustechnik entpuppt sich als Euro-Grab. Und im Gegenzug als Bereich mit großen Einsparpotenzialen. Gemeinsam waren die Fachleute der 17 Firmen unterwegs. Vier bis sechs Mal im Jahr trafen sich die beteiligten Firmen seit 2002 - jeweils bei einem anderen der beteiligten Betriebe. Den Moderator und einen Projektingenieur steuerte das Firmennetzwerk bei. 30 bis 50 wirtschaftlich und ökologisch Erfolg versprechende Maßnahmen seien pro Betrieb herausgekommen, erzählt Weissenbach. Zu einem hohen Prozentsatz seien die Ideen während der Projektphase auch umgesetzt worden.

"Der Hauptgrund für die schnelleren Effizienzgewinne liegt im Erfahrungsaustausch unter Kollegen und dem Coaching der Mitglieder durch das Projektteam", resümiert Weissenbach.

Diese Arbeit der Hohenloher fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit 124.500 Euro. Neben der EnBW und Siemens geht das Modell Hohenlohe eine Partnerschaft mit dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ein.

Quelle Haller Tagblatt vom 21. März 2007 von Manfred Stockburger www.hallertagblatt.de

Weitere Informationen unter

http://www.modell-hohenlohe.de
 
         
         
 
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