Auf der Suche nach gut ausgebildeten Mitarbeitern, sind dem Ingelfinger Unternehmer Fritz Müller Kreisgrenzen egal. GEMÜ finanziert in Schwäbisch Hall eine Professur.
Noch arbeitet die Haller FH mit Hochdruck an den Akkreditierungsunterlagen für den betriebswirtschaftlichen Studiengang, da liegen bereits Zusagen für zwei Stiftungsprofessuren vor. Neben dem Landkreis Hall hat sich nun auch die Ingelfinger Firma Gemü bereit erklärt, eine Stelle zu finanzieren.
Das ist absolut klasse", freut sich Prof. Iso Wagner, Rektorin der Haller Fachhochschule für Gestaltung. Fritz Müller, Gründer des Unternehmens, das sich auf die Produktion von Ventil-, Mess- und Regelsystemen spezialisiert hat, will die Bildungseinrichtung für vorerst sieben Jahre mit der Stiftungsprofessur sowie zusätzlich zwei Stipendien unterstützen.
Das Engagement der Firma Gemü konzentriert sich auf den geplanten betriebswirtschaftlichen Zweig der Haller Fachhochschule, der frühestens im Herbst 2007 starten kann und die zwei Schwerpunkte "Internationaler Vertrieb" und "Internationale Finanzdienstleistungen" umfassen soll.
"Wir sind ein Global Player mit 16 Auslandstöchtern", sagt Gemü-Geschäftsführer Siegfried Hoffmann, "und künftig mehr denn je auf gut ausgebildete Mitarbeiter angewiesen". Die Haller Pläne, so Hoffmann, seien "ein einmaliges Angebot für die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft". Den Befürchtungen des Hohenlohekreises, in Hall würde eine Konkurrenz zur Künzelsauer Fachhochschule entstehen, erteilt die Firma Gemü damit eine Absage: "Wir unterstützen die Fachhochschule dort über die Fritz-Müller-Stiftung ebenfalls", sagt Siegfried Hoffmann, "Kreisgrenzen spielen da keine Rolle".
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