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Kompetenzen in der Ideenschmiede vernetzt

     
 
 

2.4.07

 

Eine Verkürzung der Entwicklungszeit auf ein Minimum bei gleichzeitiger Reduzierung der Entwicklungskosten bringt das neue Neckarsulmer SE-Entwicklungszentrum.

„Das steigert unsere Wettbewerbsfähigkeit auf technischem Gebiet.“ Davon ist Peter Fromm, Audi-Bereichsleiter Entwicklung Aufbau, bei der Einweihung überzeugt. Für sechs Millionen Euro hat die Heimstättengemeinschaft Neckarsulm/Heilbronn das architektonisch beeindruckende Gebäude vis-a-vis des Platz bestimmenden Audi-Forums in nur 14 Monaten Bauzeit realisiert.

Systemlieferanten der Neckarsulmer Autobauer und Konstruktionsbüros sind hier auf einer Nutzfläche von 5500 Quadratmetern vereint. 80 Ingenieure von 23 Firmen tüfteln unter einem Dach an der Entwicklung von Fahrzeuginnenausstattung, wie etwa Mittelkonsole, Lenkrad oder Hutablage, Karosserien und Aggregaten. A 8, TT, R 8, Lamborghini - viele Systeme der Fahrzeuge stammen aus dieser Ideenschmiede. Sie wird von den Audi-Partnern angemietet und war bislang in der Kochendorfer Straße angesiedelt, wie Bauherr Roland Stammler rückblickend bemerkte.

Auch die Hochschulinstitute Neckarsulm sind künftig in dem neuen Gebäude zu finden, hob Uwe Hans Werner, Leiter der Audi-Kommunikation am Standort Neckarsulm, hervor. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Audi AG und führenden Hochschulen Baden-Württembergs beschäftigen sich hier Doktoranden mit Projekten der Aggregatetechnik und des Fahrzeugleichtbaus.

Mit der Neuordnung des Sanierungsgebiets an der Gottlieb-Daimler-Straße, dem Umzug der Volkshochschule und der Bücherei aus dem früheren Casino habe sich für die Stadt eine einmalige Chance geboten, sagte Baubürgermeister Klaus Grabbe, Aufsichtsratschef der Heimstättengemeinschaft. Die Gottlieb-Daimler-Straße entwickle sich zum Stadtboulevard, das als Eingangsportal die Gäste der Stadt und die Audi-Selbstabholer begrüßt. „Das Audi-Forum als Leitinvestition strahlt weit ins Land hinaus“, sagte Grabbe. Kolbenschmidt zieht mit dem neuen Besucherzentrum nach. Die Stadt putzt sich heraus. Die frühere „Schmuddelzone“ zwischen Bahngleisen und der Kreisstraße 2000 hat ihr Gesicht völlig verändert. 3,7 Millionen Euro hat das Land für die städtebauliche Neuordnung des zwei Hektar großen Quartiers bewilligt, das in unmittelbarer Nachbarschaft den Stadtbahnanschluss bekommen wird.

„Der Wirtschaftsstandort ist in Bewegung“, stellte Oberbürgermeister Volker Blust zufrieden fest. Mit der Entscheidung, mehr Kompetenz und Gewicht im Bereich der technischen Entwicklung zu konzentrieren, habe Audi den Werksstandort weiter gestärkt, die hoch qualifizierten Arbeitsplätze gesichert. Diese Investition passe bestens zum Image als innovative, fortschrittliche, zukunftsorientierte und unternehmerfreundliche Stadt - mit dem niedrigsten Gewerbesteuer-Hebesatz der Großen Kreisstädte in ganz Baden-Württemberg.

Zu diesem positiven Bild trägt nun auch das SE-Entwicklungszentrum bei, das die Handschrift des Heilbronner Architekturbüros Bechler, Krummlauf und Teske trägt. Ulrich Bechler beschrieb sein Kunstwerk - ein optisch auffälliger, abgerundeter Bau: Helle Büros, verkleidet mit einer bunten Außenhaut. Nach Münchener Arena-Manier werden die Fassadenelemente rundherum angestrahlt. Wohlfühlatmosphäre pur.

Quelle Heilbronner Stimme vom 31. März 2007 von Rolf Muth, Foto von Dittmar Dirks www.stimme.de

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