Der PAKT ZUKUNFT ist ein herausragendes, bundesweit bedeutsames Beispiel einer gelungenen „Public Private Partnership“. Wirtschaft und Verwaltung engagieren sich hier Hand in Hand auf den wichtigsten Zukunftsfeldern unserer Gesellschaft.
Ministerpräsident Günther Oettinger hat für die Zeremonie den Kultusstaatssekretär Georg Wacker nach Heilbronn beordert, der die Rolle des Landes als „wichtiges Bindeglied“ zwischen den Kooperationspartnern herausstellte. „Sie sind wirklich auf dem richtigen Weg“, lobt Wacker den regionalen Kraftakt als „in der Tat vorbildhaft“.
Der Pakt
Aber worum geht es bei dem Pakt überhaupt? „Wir dürfen uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen“, sagt IHK-Präsident Thomas Philippiak. Er fasst das zentrale Anliegen so in Worte: „Wir wollen unserer Region die Beachtung verschaffen, die sie verdient, und somit für unsere Bevölkerung das auf den Weg bringen, was ihr zusteht.“ In den Handlungsfeldern Demografie, Infrastruktur, Bildung und Innovation soll die Region nach vorn gebracht werden. Geschehen soll dies unter anderem durch den Einsatz von gut einer Million Euro, die von der Wirtschaft zu diesem Zweck gespendet werden. Von diesem Geld sollen Projekte mit Vorbildcharakter finanziert werden. Projekte, die nicht allein auf Rendite ausgerichtet seien, ergänzt Reinhold Würth. „Wir wollen auch die Freizeit-Wertigkeit der Region voranbringen.“ Wie in einem Unternehmen auch müsse das Klima stimmen, wenn man erfolgreich sein möchte.
Ohne Grenzen
„Der Begriff finanzielle Förderung lässt vielleicht manchen Lokalpolitiker aufhorchen, der das Thema Region bisher höchstens in Sonntagsreden gestreift hat“, erhofft sich der Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach von dem Pakt. „Kommunikation, Austausch, Abstimmung ist das Gebot der Stunde, denn Bürger und Wirtschaft denken ohne Grenzen.“ Das finanzielle Engagement der Wirtschaft sei „sehr ermutigend“. Der OB erinnert auch an die Geburtswehen des Pakts: „Konsens erlangt man nicht mit dem Vorschlaghammer.“ Er sei froh, „dass wir solche Methoden nicht nötig haben“. Im jetzigen Text sei klargestellt, dass die kommunale Selbstverwaltung unberührt bleibe.
Himmelsbach machte allerdings auch deutlich, dass die Erwartungen auf allen Seiten sehr groß seien. „Der Pakt ist nur so gut wie die Pakt-Partner.“ Nun komme es auf das Engagement und die Kooperationsfähigkeit der Teilnehmer an.
Jetzt ist mit den Worten des Main-Tauber-Landrats Reinhard Frank ein „Feuerwerk der Ideen“ gefragt. Für ihn schmiedet der Pakt eine regionale „Verantwortungsgemeinschaft.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 31. März 2007 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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Schulterschluss für erfolgreiche Entwicklung
In den vergangenen Monaten hat die IHK Heilbronn-Franken in Abstimmung mit den Kommunen der Region sowie der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. einen PAKT ZUKUNFT entwickelt. Der bundesweit einzigartige Pakt zwischen Wirtschaft und Kommunen soll die Zukunftsfähigkeit der Region nachhaltig sichern und verbessern. Am 30. März wurde er von über 100 Vertretern von Städten und Gemeinden, Kreisen, Institutionen und Unternehmen im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) unterzeichnet.
Die Region Heilbronn-Franken hat sich seit ihrem Bestehen sehr erfolgreich entwickelt. Bei vielen wirtschaftlich relevanten Kennzahlen belegt sie im Langzeitvergleich untern den Regionen des Landes gar einen Spitzenplatz. Um die positive Entwicklung Heilbronn-Frankens auch künftig nachhaltig zu unterstützen hat die IHK in enger Diskussion mit den Städten, Gemeinden und Kreisen der Region sowie der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. einen PAKT ZUKUNFT erarbeitet.
Neues Kapitel regionaler Zusammenarbeit
Mit seiner Unterzeichnung durch über 100 Vertreter von Städten, Gemeinden, Kreisen, Institutionen und Unternehmen der Region im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) wird nun ein neues Kapitel in der regionalen Zusammenarbeit in Heilbronn-Franken aufgeschlagen. Der PAKT ZUKUNFT fußt dabei auf drei wesentlichen Bestandteilen.
Zum einen soll er zu einer Triebfeder für eine kraftvolle Interessensvertretung der Region Heilbronn-Franken werden. So wollen die Paktpartner bei zentralen Zukunftsthemen der Region Heilbronn-Franken eng und abgestimmt zusammenarbeiten und diese im politischen Raum vertreten.
Vier Handlungsfelder
Dabei stehen Initiativen und Projekte im Vordergrund, die dem Gesamtinteresse der Region Heilbronn-Franken dienen. Inhaltlich wird dabei ein klarer Fokus auf die vier zentralen Handlungsfelder Demografie, Bildung, Infrastruktur und Innovation gelegt. Im Handlungsfeld „Demografie“ stellt sich die Region den Herausforderungen des demografischen Wandels, zum Beispiel durch die Schaffung bzw. den Ausbau eines familienfreundlichen Umfeldes, durch neue Formen der Altenpflege und durch eine bessere Integration von Zuwanderern. Im Handlungsfeld „Bildung“ spannt sich der Bogen von der Früherziehung, den Schulen, der Ausbildung, dem Beruf, den Hochschulen bis hin zum lebenslangen Lernen. Im Handlungsfeld „Infrastruktur“ kümmert sich die Region hauptsächlich um die Verkehrsinfrastruktur und die Mobilität von Personen und Gütern. Im Handlungsfeld „Innovation“ werden die Bedingungen für wettbewerbsfähige Strukturen für neue Produkte, Prozesse und Systeme in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt weiter verbessert.
Dass abgestimmte Initiativen und Aktionen sinnvoll sind, hatte die Region bereits bei ihren Aktivitäten für einen sechsspurigen Ausbau der A 6 oder bei jüngsten Erfolgen der Region beim Hochschulausbauprogramm des Landes, das der Region bis 2012 einen überproportionalen Ausbau an Studienplätzen bescheren wird, unter Beweis gestellt.
Wichtiger Bestandteil des PAKT ZUKUNFT ist ebenfalls, dass sich die Unterzeichner dazu verpflichten, einen eigenen verbindlichen Beitrag zur regionalen Zukunftssicherung zu definieren und diesen auch umzusetzen.
Förderung regionaler Projekte
Darüber hinaus werden von Unternehmen und Institutionen der Region 1 000 000 Euro zur Förderung ausgewählter Projekte bereitgestellt. Im Sinne einer Public-Private-Partnership werden über diesen Fördertopf schwerpunktmäßig kommunale Projekte mit einer Förderquote von bis zu 50 Prozent bei einer Förderhöhe von maximal 50 000 Euro unterstützt. Kriterien für die Förderung werden dabei unter anderem sein, dass das jeweilige Projekt in Übereinstimmung mit den Handlungsfeldern des PAKT ZUKUNFT ist und auch auf andere Träger übertragen werden kann.
Starke Resonanz - bereits über 100 Paktpartner
Am 30. März unterzeichneten bereits über 100 Vertreter von Städten, Gemeinden, Kreisen, Institutionen und Unternehmen der Region den PAKT ZUKUNFT. Weitere werden in Kürze folgen. Eine starke Resonanz; die Anzahl der regionalen Partner ist einzigartig für die Region Heilbronn-Franken: Mit dabei sind unter anderem alle vier Landkreise der Region, die Stadt Heilbronn sowie der überwiegende Teil der Städte und Gemeinden Heilbronn-Frankens. Selbst die Stadt Mosbach, die nicht nur über die Berufsakademie eng mit der Region verbunden ist, ist dem PAKT ZUKUNFT beigetreten.
„Riesenchance für die Region“
Der Erfolg des Paktes stehe und falle mit dem Engagement und der Kreativität der Paktpartner betonte IHK-Präsident Thomas Philippiak bei der Unterzeichnung des Paktes. „Es ist eine Riesenchance für unsere Region und kann uns einen ordentlichen Sprung nach vorne bringen“, ist sich Philippiak sicher.
Stimmen zum PAKT ZUKUNFT
Reinhard Frank, Landrat Main-Tauber-Kreis: „Der PAKT ZUKUNFT ist ein herausragendes, bundesweit bedeutsames Beispiel einer gelungenen „Public Private Partnership“. Wirtschaft und Verwaltung engagieren sich hier Hand in Hand auf den wichtigsten Zukunftsfeldern unserer Gesellschaft. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag dafür, dass die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken weiterhin so erfolgreich sein kann. Den Initiatoren gebührt besonderer Dank und Anerkennung für ihre innovative Idee.“
Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe: „Dem Unternehmer Reinhold Würth und der Würth-Gruppe ist es ein großes Anliegen, den „Pakt Zukunft“ als Drehscheibe für regionale Zukunftsprojekte zu unterstützen. Unsere Verbundenheit mit der Region Heilbronn-Franken veranlasst uns, Verantwortung für ihr weiteres dynamisches Wachstum zu übernehmen und dieses mitzugestalten. Die gemeinsame gezielte Förderung konkreter Projekte wird die Region insgesamt auch in der Zukunft stark machen.“
Helmut Himmelsbach, Oberbürgermeister Stadt Heilbronn und Vorsitzender des Regionalverbandes Heilbronn-Franken: „Ich sehe den PAKT ZUKUNFT als eine große Chance, die regionalen Herausforderungen gemeinsam mit der Wirtschaft in Angriff zu nehmen und zu meistern. Als Partner im PAKT ZUKUNFT werden die Kommunen ihren Teil für eine erfolgreiche Umsetzung beitragen. Ich bin mir sicher, dass viele innovative, pfiffige Ideen eingereicht und - hoffentlich - auch realisiert werden. Mit dem PAKT ZUKUNFT schaffen wir eine regionale Plattform von neuer Qualität. Vielen Dank an die IHK Heilbronn-Franken für dieses außerordentliche Engagement!"
Jürgen Lunemann, Werkleiter AUDI AG Neckarsulm: „Wir begrüßen die Initiative PAKT ZUKUNFT. Sie wird dazu beitragen, für unsere dynamische Region auch in den nächsten Jahren eine prosperierende Zukunft mit profitablem Wachstum zu ermöglichen. Hierbei wird sich die AUDI AG für die Zielerreichung des PAKT ZUKUNFT nachhaltig einbringen. So werden wir beispielsweise bei der Umsetzung des Masterplans Hochschule 2012 aktiv mitwirken sowie die Förderung eines technischen Nachwuchses durch aktive Beteiligungen an entsprechenden Initiativen unterstützen. Ferner setzen wir uns für den Ausbau der kombinierten Verkehre der drei Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasser in Heilbronn und Umgebung ein.“
Thomas Philippiak, Präsident der IHK Heilbronn-Franken: „Mit dem PAKT ZUKUNFT schlagen wir ein neues Kapitel in der regionalen Zusammenarbeit auf. Die Paktpartner stimmen sich bei zentralen regionalpolitischen Zukunftsthemen intensiv ab und können so die Interessen der Region wirksam im politischen Raum artikulieren. Dabei werden Initiativen und Projekte im Vordergrund stehen, die dem Gesamtinteresse unserer Region dienen. Für unsere Region ist der PAKT ZUKUNFT eine einmalige Chance im Wettbewerb der Regionen, weiter unseren Spitzenplatz als innovative und dynamische Region auszubauen.“
Georg Wacker MdL, Staatssekretär Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: "Ich beglückwünsche alle Partner des PAKT ZUKUNFT für den Mut und den Willen, die Zukunft der Region Heilbronn-Franken gemeinsam gestalten zu wollen und bin zuversichtlich, dass der PAKT ZUKUNFT sich nicht nur für die Region Heilbronn-Franken positiv auswirken wird. Er kommt auch der gesamten Entwicklung des Landes Baden-Württemberg zugute."
Prof. Dr. h. c. Reinhold Würth, 1. Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. und Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe: „Die Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken freut sich auf die Zusammenarbeit aller Bürger unserer Raumschaft zugunsten einer erfolgreichen Zukunft unserer Kinder und Enkel. Nur wenn alle Verantwortungsträger, egal ob aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie den Kirchen, wohlwollend kooperieren, lässt sich die Bürgergesellschaft schneller voranbringen als in anderen Regionen Deutschlands. Der PAKT ZUKUNFT ist ein wichtiger Mosaikstein zur Erreichung dieses Ziels.“
Förderer regionaler Projekte im Rahmen des PAKT ZUKUNFT:
die Schwarz GmbH & Co. KG mit 500 000 Euro
die Adolf Würth GmbH & Co. KG mit 200 000 Euro
die ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG mit 100 000 Euro
die IHK Heilbronn-Franken mit 100 000 Euro
die Berner-Gruppe mit 25 000 Euro
die Handwerkskammer Heilbronn-Franke mit 25 000 Euro
die Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG mit 25 000 Euro
gemeinschaftlich der Arbeitgeberverband,
Südwestmetall und die
Illig Maschinenbau GmbH & Co. KG mit 25 000 Euro
die IHK Zentrum für Weiterbildung GmbH mit 25 000 Euro
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