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VBH entdeckt Asien als Markt

     
 
 

3.4.07

 

Mit Rekorden bei Umsatz und Gewinn hat der Bauzulieferer VBH Holding AG eindrucksvoll den Weg aus der Krise gefunden. In Ilsfeld nahe der A 81 unterhält der Marktführer beim Handel von Baubeschlägen ein Langgut-Lager.

 „Wir wollen das grüne VBH-Logo rund um die Welt bekannt machen“, gibt Vorstand Rainer Hribar den Kurs vor. Momentan ist die VBH AG, die ein großes Langgut-Lager in Ilsfeld unterhält, in 35 Ländern tätig und ist in Europa Marktführer beim Handel mit Baubeschlägen. Der Auslandsanteil liegt bei mehr als 50 Prozent und soll in den nächsten Jahren auf 60 Prozent steigen. Derzeit wird dafür von Singapur aus der südostasiatische Markt erschlossen. Auch der Mittlere Osten wird bearbeitet. Große Freude hat das Unternehmen weiterhin an seinem Engagement in Russland und den GUS-Staaten. Hribar: „Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent.“ Nur in Italien und Großbritannien hat die VBH derzeit leichte Sorgen.

Nachdem die jahrelange Umstrukturierung als Folge der Baukrise mittlerweile im wesentlichen abgeschlossen ist, erntet das Unternehmen nun die Früchte der Arbeit. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Konzernumsatz um 14,2 Prozent auf 783 Millionen Euro, der Jahresüberschuss stieg gar um 94 Prozent auf 22,2 Millionen Euro. Von diesen Werten sollen auch die Aktionäre nach fünf dürren Jahren wieder profitieren - vorgeschlagen wird eine Dividende von 0,12 Euro je Wertpapier. Der Aktienkurs hat sich 2007 gut entwickelt und etablierte sich über dem SDax, in dem VBH-Papiere notiert sind.

Im vergangenen Jahr hat die VBH vom Anziehen der deutschen Baukonjunktur in allen Segmenten profitiert. Obwohl sich viele dieser Effekte 2007 nicht wiederholen werden, peilt Vorstand Jürgen Kassel weitere Zuwächse an. Der Konzernumsatz soll um mehr als sieben Prozent steigen, der Gewinn soll ebenfalls zulegen. Die ersten Zahlen aus diesem Jahr untermauern diese Einschätzung. Künftig sollen margenstarke Eigenmarken eine wichtigere Rolle spielen, mittelfristig gilt ein Umsatzanteil von zehn Prozent als machbar.

Trotz der zunehmenden Internationalisierung ist Deutschland noch der Kernmarkt für die VBH. Hier stieg der Umsatz 2006 um zwölf Prozent auf 381,1 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl im Inland ging allerdings 2006 leicht von 994 auf 918 zurück. Allerdings bildet das Unternehmen mittlerweile wieder aus, so dass sich der Wert wieder erhöhen wird. Ein weiterer Abbau bei Ausgelernten ist nicht geplant, vielmehr werden wieder Fachkräfte gesucht.

Quelle Heilbronner Stimme vom 3. April 2007 von Jürgen Stammer www.stimme.de

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