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Schlüsselfertige Solaranlage für Spanien

     
 
 

11.4.07

 

Die Firmen KS-Management und solar-protect aus Weikersheim bauen einen großen Solarpark im andalusischen Huéscar. Spanien ist ein 'El Dorado' für Erneuerbare Energien.

Es herrschte ein großes Aufgebot, als eine elfköpfige Delegation aus Weikersheim vom dortigen Bürgermeister in seinem herrschaftlichen Ratssaal Ende März begrüßt wurde.

Spanien ist ein 'El Dorado' für Erneuerbare Energien. Das südeuropäische Land hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz nach deutschem Vorbild übernommen und schafft damit die Rahmenbedingungen für ein weltweites Marktwachstum. Spanien ist bestrebt, im Jahre 2010 ungefähr ein Drittel der Elektrizitätsnachfrage mit Energien hoher energetischer Effizienz und erneuerbaren Energien zu decken, ohne die Produktionskosten deutlich ansteigen zu lassen.

Die Weikersheimer Firmen haben deshalb die günstigen Rahmenbedingungen beim Schopfe gepackt. Nach intensiven Vorbereitungsgesprächen und Verhandlungen sind sie dabei, eine Solaranlage in drei Teilschritten in Huéscar zu bauen. Die KS-Management GmbH projektiert, erstellt und vertreibt zum vereinbarten Festpreis schlüsselfertige Photovoltaikanlagen und erbringt alle weiteren damit im Zusammenhang stehenden Leistungen. Die komplette technische Planung und Realisierung übernahm die Firma solar-protect GmbH.

Die geschäftsführenden Gesellschafter von KS-Management, Edgar Kern, Gunter Neumann und Alexander Schumann hatten einen Vorort-Besichtigungstermin der Solaranlage organisiert. Mit dabei war unter anderen Günter Krieger als Mitglied der Geschäftsführung von solar-protect als auch die den Bau begleitenden Techniker sowie der Bürgermeister der Stadt Weikersheim, Klaus Kornberger.

Die Delegation wurde nach ihrer Ankunft in Huéscar vom dortigen Bürgermeister Augustin Gallego sowie dem Wirtschaftsförderer von Andalusien, Alejandro Zubelcha, Mitarbeitern und zahlreichen Gästen des Rathauses überaus herzlich und freundschaftlich empfangen. Beide Seiten äußerten sich gleichermaßen positiv über diese wirtschaftliche Kooperation im Rahmen der Europäischen Union. Die örtlichen Pressevertreter und das Fernsehen waren gekommen, um über die deutsch-spanische Zusammenarbeit zu berichten.

Die beiden Weikersheimer Firmen hatten vor 18 Monaten mit den Vorbereitungen für den Bau eines Solarparks mit Photovoltaikmodulen in Freilandbauweise mit der Größe von sechs Megawattpeak (MWp) auf einer Fläche von rund 22 Hektar (entspricht 30 Fußballfelder) begonnen. Das Gesamtvolumen beträgt rund 42 Millionen Euro.

Der erste von insgesamt drei Teilschritten von jeweils zwei MWp auf der Fläche von fünf Hektar ist fast abgeschlossen und konnte von der Delegation besichtigt werden. "Wir sind im Zeitplan und das ist der guten Zusammenarbeit mit unseren spanischen Partnern zu verdanken", bekräftigt Gunter Neumann. Bis Ende 2007 wird mit der Fertigstellung des Solarparks gerechnet. Pro Jahr wird der komplette Park 10 000 Megawattstunden Strom erzeugen. Rund zweitausend 4-Personenhaushalte können dann mit umweltfreundlichem . Solarstrom versorgt werden.

Huéscar, eine Stadt mit rund 8000 Einwohnern und gut zweieinhalb Busstunden von Alicante entfernt, wurde aufgrund mehrerer Faktoren ausgewählt. Zum einen wegen der günstigen Lage, denn die Stadt liegt auf 1000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Zum anderen gehört Andalusien zu einer der sonnenreichsten Regionen und die hohe Sonneneinstrahlung macht dieses Gebiet für Solarenergie sehr interessant - im Vergleich zu Deutschland herrscht hier 50 Prozent mehr Sonneneinstrahlung, und nicht zuletzt auch wegen der Größe der Stadt und des wirtschaftlichen Umfeldes, welche vergleichbar mit Weikersheim sind.

"Dieser Photovoltaik-Park war aber nur mit zuverlässigen spanischen Partnern möglich", betonte Edgar Kern. Einem Zusammentreffen glücklicher Umstände sei es zu verdanken, dass man diese gefunden habe. Sie verfügen über ein hervorragendes Netzwerk vor Ort, welches für eine erfolgreiche internationale Kooperation unerlässlich ist. Für die rechtliche Beratung sowie die deutsche Übersetzung konnte die renommierte Anwaltskanzlei mmmm, Monero, Meyer & Marinel-lo Abogados S.L. mit Sitz in Palma de Mallorca gewonnen werden. Beide Partner bilden eine gelungene Symbiose: die einen brillieren mit der technischen Kompetenz, die anderen mit den guten Kontakten in Spanien.

Nur so ist es möglich, den vielfältigen Anforderungen der spanischen Genehmigungsbehörden Rechnung zu tragen, um schließlich eines der derzeit größten Photovoltaik-Projekte in Spanien zu realisieren. Diese positiven Erfahrungen haben KS-Management und solar-protect dazu ermuntert, weitere Solarparks in Spanien, dieses Mal auf Mallorca, zu projektieren. Schon in den nächsten Wochen erfolgt der Spatenstich für zwei jeweils drei MWp große Solaranlagen. Astrid Hackenbeck

© Fränkische Nachrichten - 10.04.2007 www.fnweb.de

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www.ks-management.com

www.solar-protect.de