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WÜRTH investiert Millionen in bestehende Standorte

     
 
 

17.4.07

 

Die Elektronik-Sparte des Künzelsauer Würth-Konzerns entwickelt sich rasant: Im vergangenen Jahr hat die Würth-Elektronik-Gruppe ihren Umsatz um 22,5 Prozent auf 291 Millionen Euro gesteigert - und zwar ohne wesentliche Zukäufe.

"Wir sind bescheiden zufrieden", sagt Geschäftsführer Jürgen Klohe, der gemeinsam mit seinem Kollegen Jörg Murawski zum Jahreswechsel 2450 Mitarbeiter unter sich hatte. Etwa 400 Stellen sind im vergangenen Jahr dazugekommen.

Lagerplatz vergrößert

Mit einem Investitionsprogramm baut Würth-Elektronik zurzeit auch Standorte in Waldenburg und Rot am See aus, denn die Zeichen stehen weiter auf Wachstum: Ins laufende Jahr sind die Hohenloher mit einem Umsatzplus von knapp 20 Prozent gestartet. Zusätzlich muss der Zukauf der US-Firma Midcom verdaut werden, die im vergangenen Jahr 30 Millionen Euro umgesetzt hat und - zumeist in China - 4000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Waldenburger Sparte Eisos, die von Norbert Heckmann und Oliver Konz geführt wird, hat im vergangenen Jahr fünf Millionen Euro in Lager und Logistik investiert. Durch das rasante Umsatzwachstum sind auch hier 40 neue Stellen geschaffen worden: Im vergangenen Jahr ist der Umsatz des Bauteile-Bereichs um etwa 30 Prozent auf 92 Millionen Euro gestiegen. "Zum Bauteil gibt es bei uns ein Servicepaket", erklärt Heckmann den Erfolg.

Damit unterscheide sich das Unternehmen von seinen oftmals asiatischen Wettbewerbern: "Um in Deutschland und Europa bestehen zu können, braucht man einfach ein wenig Hohenloher Schlitzohrigkeit." Um Leiterplatten mit feineren Strukturen durch Lasertechnologie und um die Verkürzung der Lieferzeiten geht es am Standort Rot am See. Rund 13 Millionen Euro investiert das Unternehmen dort zurzeit in die Modernisierung der Fertigung. Hier soll der Umbau im Wesentlichen in diesem Jahr fertig werden.

Standort Deutschland lebt

15 bis 17 Millionen Euro investiert das Unternehmen bis ins nächste Jahr in Niedernhall. Auf dem Gelände der früheren Baufirma Stumpp entstehen einerseits neue Hallen für die Leiterplattenfertigung - die

Produktionsfläche soll verdoppelt werden. Die Verwaltung der WE-Gruppe zieht in das ehemalige Stumpp-Verwaltungsgebäude, das komplett saniert wird - dadurch bekommt die Leiterplattensparte mehr Platz. Zurzeit sind einige Bereiche in angemietete Gebäude ausgelagert. Derzeit wird an der Gestaltung der Gebäude gearbeitet.

"Man kann in Deutschland noch Leiterplatten produzieren", sagt Klohe. "Die Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort Niedernhall." Mit der Investition mache die Firma technologisch einen großen Schritt hin zur Fertigung von starr-flexiblen Leiterplatten. "Da sehen wir einen sehr großen Wachstumsmarkt."

Quelle Haller Tagblatt vom 12. April 2007 von Manfred Stockburger www.suedwest-aktiv.de

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