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Botschafter für seine Heimat: Thomas Roth geht nach Moskau

     
 
 

27.4.07

 

Seit Mai 2002 war Thomas Roth als Moderator des ''Bericht aus Berlin'' im Ersten zu sehen – jetzt wechselt er ins ARD-Studio nach Moskau.

Aufgrund seiner internationalen Erfahrungen sei Thomas Roth "der richtige Mann, um die Fernsehberichterstattung aus dem politischen Zentrum Deutschlands zu verantworten", erklärte der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen im Januar und kündigte so den Wechsel des aus Heilbronn stammenden Vollblutjournalisten nach Moskau an.

Durch seinen Einsatz in Kriegs- und Krisengebieten habe er sich als Journalist mit Überblick und umfassenden politischen Kenntnissen bewährt. Seit 1998 ist Thomas Roth Leiter des ARD-Studios Moskau und Fernsehzuschauern sowohl durch tagesaktuelle Berichterstattung als auch durch Hintergrund- und Reisereportagen wie "Russisches Tagebuch" bekannt. Am 1. Mai wird er mit der Leitung des ARD-Hauptstadtstudios und der Moderation des "Bericht aus Berlin" seinen Vorgänger Ulrich Deppendorf ablösen.

Nach dem Studium der Anglistik und Germanistik volontierte Thomas Roth 1980 beim Süddeutschen Rundfunk, anschließend war er als Redakteur und Reporter u.a. im Bereich "Landespolitik" tätig. Zu weiteren Stationen seiner Laufbahn gehören die Redaktion "Weltspiegel" und die ARD-Büros Kairo, Johannisburg und Moskau, bevor er 1995 Hörfunkdirektor beim Westdeutschen Rundfunk wurde. 1995 erhielt er den ersten Hanns-Joachim-Friedrich-Preis. Ein Jahr später wurde er mit dem Friedrich Joseph Haas-Preis für besondere Verdienste um die deutsch-russische Verständigung ausgezeichnet.

Der Moderator Thomas Roth

Seit Mai 2002 war Thomas Roth als Moderator des ''Bericht aus Berlin'' im Ersten zu sehen – jetzt wechselt er ins ARD-Studio nach Moskau.

Ausserdem moderiert der Vollblut-Journalist Roth viele Sondersendungen zu Wahlen oder politischen Brennpunkten und spricht Kommentare in der "Tagesschau". Er ist Leiter des ARD-Hauptstadtstudios und Chefredakteur der Gemeinschaftsredaktion Fernsehen.

Berufliche Stationen

1951 in Heilbronn geboren, studierte Thomas Roth Anglistik und Germanistik in Heidelberg. Seine journalistische Ausbildung erhielt er als Volontär beim damaligen Süddeutschen Rundfunk. Dort arbeitete er anschließend als Redakteur und Moderator der Jugendradiosendung POINT und im SDR-Fernsehen als landespolitischer Redakteur. 1987 wechselte Thomas Roth in die SDR-Redaktion des "Weltspiegel" und unterstützte das Korrespondenten-Büro Kairo. Ein Jahr später ging es nach Südafrika: Als ARD-Korrespondent und Studioleiter des ARD-Büros Südliches Afrika in Johannesburg begleitete er den Apartheid-Konflikt bis zur Freilassung von Nelson Mandela und die anschließenden Reformen. Danach kam 1991 der Wechsel für ein Jahr ins ARD-Studio Moskau, in der damals noch existierenden Sowjetunion.

Zurückgekehrt nach Köln übernahm Thomas Roth die stellvertretende Leitung des Programmbereichs Ausland im WDR-Fernsehen. Doch bereits 1993 zog es ihn erneut für zwei Jahre als ARD-Korrespondent nach Moskau. Dort löste er Gerd Ruge im Auslandsstudio der ARD ab. Im Sommer 1995 wurde Thomas Roth Hörfunkdirektor des WDR und blieb bis zum Frühjahr 1998 in Köln. Erneut folgte er einem Ruf nach Russland: Thomas Roth übernahm wieder die Leitung des Moskauer ARD-Studios und blieb dort bis zu seinem Wechsel nach Berlin ins ARD-Hauptstadtstudio.

Bekannt wurde Thomas Roth auch mit seinen TV-Reportagen "Russisches Tagebuch", in denen er über den Alltag in Russland berichtete. Es folgte 1995 das gleichnamige Buch und 2002 weitere Reiseberichte im Band "Russisches Tagebuch. Von den Tschuktschen bis zum Roten Platz". In weiteren Veröffentlichungen beschäftigte sich Thomas Roth ebenfalls mit der russischen und auch der südafrikanischen Gesellschaft ("Der Putsch", "Südafrika – Die letzte Chance", 1991).

 
         
         
 
Heilbronn-Franken...
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