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Kaco bleibt „die Hefe im Teig“

     
 
 

30.4.07

 

Zwei Großprojekte stehen vor der Vollendung, technische Innovationen sind serienreif: Der Wachstumskurs beim Heilbronner Dichtungshersteller Kaco bleibt stabil.

Das Unternehmen der brasilianischen Sabo-Gruppe hat seinen Umsatz - etwa 100 Millionen Euro - im abgelaufenen Jahr um fünf Prozent gesteigert. Die Zahl der Mitarbeiter in den drei regionalen Werken Heilbronn, Talheim und Kirchardt blieb mit 550 stabil.

Während es in der Region nur Investitionen in den Maschinenpark gab, stehen zwei große Bauprojekte im Ausland vor der Vollendung, berichtet Kaco-Geschäftsführer Rainer Heinrich: Im Juni wird die neue, 2800 Quadratmeter große Halle im Werk St. Michael in Österreich eingeweiht. Kostenpunkt: 4,6 Millionen Euro.

Neue Werke Ebenfalls im Sommer soll ein neues Sabo-Werk in North Carolina in den USA in Betrieb gehen. Dort wird Kaco Dichtungen für Doppelkupplungsgetriebe herstellen, kündigt Heinrich an. „In diesem Segment sind wir Spezialisten.“

Neben den 550 Mitarbeitern in der Region beschäftigt Kaco 150 Menschen in Österreich und wieder 260 in Enese in Ungarn. Dort war der Personalstand zwischenzeitlich auf 230 gesunken. Vor allem in Österreich ist mit der Erweiterung auch mit Neueinstellungen zu rechnen, sagt Geschäftsführer Heinrich.

Auch ein Werk in Fernost ist in der Diskussion, berichtet der Geschäftsführer. Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen. Die deutschen Standorte stünden jedenfalls nicht zur Debatte, versichert er: „Wir kämpfen um unsere Fabriken.“

Innovationen Neben Dichtungen für Doppelkupplungsgetriebe ist eine spezielle Dichtung für Klimaanlagen eine der wichtigsten Innovationen bei Kaco. Sie eignet sich für die neuen, FCKW-freien Aggregate, die auf Kohlendioxid-Basis arbeiten. „Sie ist jetzt serienreif“, ist Heinrich zufrieden. Weitere Neuerungen wurden für Turbolader entwickelt. Mit dem neuen Geschäftsjahr ist der Geschäftsführer bereits zufrieden. Geplant sei wieder ein fünfprozentiges Wachstum, berichtet er. Doch das wird womöglich noch übertroffen: „Unsere Auftragsbücher sind voll. Wir hatten seit Jahresanfang Auftragseingänge wie selten zuvor.“

Die Sabo-Gruppe habe sich insgesamt jedenfalls starkes Wachstum vorgenommen: In den nächsten fünf Jahren soll der Umsatz um 50 Prozent auf 450 Millionen Dollar steigen. Derzeit trägt Kaco fast die Hälfte zum Ergebnis bei. „Wir sind die Hefe im Teig“, sagt Rainer Heinrich dazu.

Quelle Heilbronner Stimme vom 27. April 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de

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