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Rotex baut erneut an

     
 
 

30.4.07

 

Die Güglinger Heizungshersteller Rotex steigerte im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 25 Prozent auf mehr als 60 Millionen Euro.

Die erneuerbaren Energien boomen - und mit ihnen wächst der Güglinger Heizungshersteller Rotex. Im vergangenen Jahr gab es ein sattes Umsatzwachstum um 25 Prozent auf mehr als 60 Millionen Euro, berichtet Geschäftsführer Franz Grammling. Angekurbelt wurde dieser Sprung zum einen von den Solarmodulen und zum anderen von den Brennwertkesseln. Nun ist das Werk wieder zu klein geworden: Noch im Frühjahr soll mit dem Bau einer neuen, 3500 Quadratmeter großen Produktionshalle begonnen werden. In ihr werden die Solarmodule künftig montiert.

Angesichts der Klimadebatte sieht sich Grammling heute bestätigt. „Als wir damals mit unseren Brennwertkesseln auf den Markt kamen, hat kaum einer geglaubt, dass das mal ein Thema wird“, erzählt er. „Heute ist das auch für die Bundesregierung Stand der Technik.“ Das Potenzial in Deutschland sei noch riesengroß, sagt der Geschäftsführer: Gerade mal ein Zehntel der Haushalte besitze einen Brennwertkessel.

Dabei setzt Rotex nicht nur auf diese eine Energie. „Die Effizienzdebatte lässt sich nur ganzheitlich angehen“, ist Grammling überzeugt. „Wir denken selbst in Heizsystemen, und das wird mittlerweile auch von Architekten so übernommen.“ Rotex stellt neben Solarmodulen und Heizkesseln auch Leitungen für Fußbodenheizungen sowie Öltanks her - und eine Tochterfirma produziert quasi als Nebenprodukt Surfbretter. Weltweit beschäftigt das Unternehmen inzwischen 310 Mitarbeiter.

Kollektoren Auch der Export trägt seinen Teil zum Aufschwung des Familienunternehmens bei: Seit in vielen Mittelmeerländern Energie- oder Wärmegewinnung auf Solarbasis Pflicht ist, spüren die Güglinger dort einen massiven Aufschwung. In ihren Kollektoren wird das Wasser in Rohren hinter einer beschichteten Aluminiumplatte erwärmt.

Das Ursprungsprodukt der Güglinger ist dadurch ein wenig ins Hintertreffen geraten: Die Öltanks werden zwar weiterhin hergestellt, doch Grammling geht nicht davon aus, dass diese Sparte weiter wächst. „Dies ist kein Fokusprodukt mehr“, sagt er. Ölenergie sei momentan in Deutschland „nicht en vogue“ - und dank fortschrittlicher Brenntechnik wird der Lagerbedarf immer kleiner.

Für das laufende Jahr hat sich das Unternehmen erneut zweistelliges Wachstum vorgenommen. Auf der Fachmesse ISH wurden einige Neuentwicklungen vorgestellt, die auf hervorragende Resonanz gestoßen seien, erzählt Grammling. Unter anderem haben die Güglinger jetzt einen Heizkessel im Sortiment, der auch Bioöl verbrennen kann. Herkömmliche Systeme wurden durch darin enthaltene Säuren rasch zersetzt. „Wir wollen damit aufzeigen, dass flüssige Brennstoffe eine Zukunft haben“, sagt der Geschäftsführer. Der Holzenergie seien sie klar überlegen.

Quelle Heilbronner Stimme vom 27. April 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de

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