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Familienfreundlich macht langsam Karriere

     
 
 

5.5.07

 

Familienfreundlichkeit muss sich mittlerweile an Taten messen lassen. Diese Erkenntnis ist in vielen Kommunen der Region Heilbronn-Franken angekommen.

Dass sich in den vergangenen Jahren einiges getan hat, zeigt auch der Wettbewerb der Industrie- und Handelskammer (IHK) unter dem Motto „Familienfreundliche Projekte“. 39 Beiträge aus 20 Kommunen waren bei der Jury unter Vorsitz des Demografie-Experten und Regionalverbandsdirektors Dr. Ekkehard Hein eingegangen: kleine, pfiffige Beiträge wie das Kleckerlätzchen für Neugeborene und ganzheitliche Projekte wie Wohnbauförderprogramme.

Gewinner seien alle, auch die Nichtpreisträger, „denn wer sich mit dem Thema auseinander setzt, gestaltet seine eigene Zukunft“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger bei einer Feier im Heilbronner Haus der Wirtschaft. „Die Beiträge zeigen, dass Familienfreundlichkeit längst Teil einer aktiven, zukunftsgerichteten Kommunalpolitik geworden ist“, betonte Metzger. Ursprünglich war ein einziger Preisträger vorgesehen, doch nach Sichtung der Projekte wurden die 10 000 Euro am Ende zugunsten von sechs Einzelbeiträgen geteilt. Die Juroren haben einstimmig ausgewählt.

Als Vertreter der Landesregierung würdigte Ministerialdirigent Günter Mächtle das Engagement in Heilbronn-Franken. Die Region habe eine Vorreiterrolle übernommen: „Hier wurde sehr früh danach gefragt, was Gemeinden für mehr Familienfreundlichkeit tun müssen.“

Sechs Kategorien Im Bereich Bildung gab es zwei Preise von jeweils 1000 Euro: Die Stadt Bad Rappenau wurde ausgezeichnet für „Kinder lesen für Kinder“, dabei werden auch Kinder mit Migrationshintergrund einbezogen - über das Lesen von muttersprachlichen Texten auf Türkisch, Russisch und Tamilisch. Igersheim bei Bad Mergentheim erhielt ein Preisgeld für seinen Werkstattcontainer, dort können Kinder handwerklich tätig sein und experimentieren.

Die Gemeinde Untergruppenbach gilt als Vorreiter in Sachen Familienfreundlichkeit. Eine Reihe von Maßnahmen sind dort realisiert: ein Haus der Generationen, Ganztagsbetreuung, ein Arbeitskreis. Auch Ältere Bürger sind eingebunden.

Schwäbisch Hall erhält 2000 Euro für das Integrations-Projekt „Euxenos“. Das Programm der Awo hat zum Ziel, die Erziehungsbereitschaft von Zuwandererfamilien zu stärken. Es gibt Angebote für Eltern, für Kinder werden individuelle Integrationsförderpläne erstellt.

Für ihr Betreuungsangebot wurde Leingarten ausgezeichnet. „Damit stehen und fallen alle familienfreundlichen Maßnahmen“, betonte Ekkehard Hein den Stellenwert. Die Gemeinde bietet allen Kindern bis 15 Jahren Betreuung von 7 bis 17 Uhr. Am meisten überzeugte das Gesamtkonzept der Gemeinde Michelfeld.

Quelle Heilbronner Stimme vom 5. Mai 2007 von Gertrud Schubert www.stimme.de

 
         
         
 

Heilbronn-Franken...

„Die Region Heilbronn-Franken steht in Deutschland mit an der Spitze der Bundesliga für kleine

Wirtschaftswunder.“
Dr. Michael Rogowski, ehemaliger BDI-Präsident
Bundesverband der Deutschen Industrie

"Eine Stärke der Menschen in dieser Region ist ihr Wissen und Ihre Kompetenz. Beides versetzt sie in die Lage,

neue Technologien und Prozesse zu beherrschen und damit den Standort Heilbronn-Franken wirtschaftlich attraktiv und bekannt zu machen."
Jürgen Lunemann,
Werkleiter, AUDI AG, Neckarsulm
AUDI AG