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Familienunternehmen als Jobmotor

     
 
 

9.5.07

 

Über Jahrzehnte vom Inhaber geführte Familienunternehmen, das ist ein „Markenzeichen“ der Region Heilbronn-Franken. Sie sind Jobmotor für Generationen.

Rund 200 000 neue Stellen haben die 500 größten deutschen Familienunternehmen von 2003 bis 2005 geschaffen. Ihrem Plus von zehn Prozent stand in der gleichen Zeit bei den 30 im Börsenindex Dax notierten Firmen beim Inlands-Personal ein Minus von 3,5 Prozent oder 56 000 Arbeitsplätzen gegenüber. „Familienunternehmen schaffen neue Arbeitsplätze und entwickeln sich dynamischer als die Dax-Firmen“, fasst Brun-Hagen Hennerkes, der Vorsitzende der Stiftung Familienunternehmen, das Ergebnis einer gestern in Stuttgart vorgestellten Studie zusammen.

Nicola Leibinger-Kammüller vertritt als Chefin des Ditzinger Lasermaschinenbauers Trumpf eine dieser Firmen: „Ich war überrascht, dass in den schwierigen Jahren so viel Personal eingestellt wurde.“ Für den überdurchschnittlichen Erfolg der Familienfirmen sieht Leibinger-Kammüller eine Reihe von Gründen. „Familienunternehmen lassen sich nicht von Quartalsberichten das Handeln diktieren“, sagt sie. Als wichtige Unterschiede zu den Aktiengesellschaften nennt sie die Ausrichtung am langfristigen Erfolg, die Konzentration auf Marktnischen und Kontinuität bei Beschäftigten und Gesellschaftern.

Namhafte deutsche Konzerne listet das Bonner Institut für Mittelstandsforschung in der Gruppe der Familienunternehmen auf. Die Nummer eins mit einem Umsatz von 55,6 Milliarden Euro ist die Metro AG, auf Rang drei folgt der Stuttgarter Kfz-Zulieferer Bosch. Platz vier belegt mit Lidl & Schwarz (Umsatz 40 Milliarden Euro) aus Neckarsulm wieder ein Handelskonzern. Der Künzelsauer Zubehörhändler Würth liegt mit knapp sieben Milliarden Euro Umsatz auf Rang 22. Die Nummer 45 belegt die Ingelfinger Bürkert-Verwaltungs-Gesellschaft. EBM aus Mulfingen rangiert auf Listenplatz 125, direkt gefolgt von der Künzelsauer Berner GmbH.

Die Studie im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen basiert nicht auf der Rechtsform als Merkmal, sondern auf der Einheit von Eigentum und Unternehmensleitung unabhängig von der Umsatzgröße. Deshalb zählt auch der Autohersteller BMW, der mehrheitlich der Familie Quandt gehört, zu dieser Gruppe. 95 Prozent aller 3,2 Millionen deutschen Unternehmen weisen diese Struktur auf. Zusammen stemmen sie 41 Prozent der Umsätze und stehen für 57 Prozent der abhängig Beschäftigten. In kapitalintensiven Branchen wie der Energieerzeugung sind Familienfirmen nicht vertreten, da sie ihr Wachstum nicht über die Börse finanzieren können. Ihre Domäne sind der Handel und Produkte für Marktnischen. Dort sind aber viele Weltmarktführer.

Quelle Heilbronner Stimme vom 8. Mai 2007 von Peter Reinhardt www.stimme.de

Foto dpa

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„...der Spagat zwischen globalem Denken und lokalem Handeln von den Menschen hier außerordentlich gut vollzogen wird. Die ausgeprägte Verbundenheit mit der Region und zugleich die intensive und unerlässliche Globalisierung der Unternehmensaktivitäten sind in der Region Heilbronn-Franken keine Gegensätze, sondern ergänzen sich und erzeugen wertschöpfende Synergien.“

 

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