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Marathon und Tour durch die Weinkeller

     
 
 

22.5.07

  Prächtiger und eindrucksvoller konnte sich Deutschlands Rotwein-Region Nummer eins nicht präsentieren: Zum 7. Heilbronner Trollinger-Marathon am Sonntag, 20. Mai, war auch noch "Tag der offenen Keller", bei dem über 70 Weingenos-senschaften und Wengerter entlang der Württemberger Weinstraße ein großes Informations- und Unterhaltungsprogramm boten.

Fast perfekt wäre der Tag für die Läufer gewesen, wenn nur die Sonne das Unterland nicht so stark verwöhnt hätte. Die Organisatoren wiederum leisteten hervorragende Arbeit und stellten sich auf die sommerlichen Temperaturen ein, die eine besondere Sorgfaltspflicht für die Starter verlangte.

Heilbronn war für Läufer aus über 30 Ländern der Welt, dem gesamten Bun-desgebiet, aber eben vor allem aus Württemberg und der Region, der große Treffpunkt.  574 Männer und 85 Frauen gingen zuerst um neun Uhr an der Badstraße an den Start zum Langstreckenlauf. Eineinhalb Stunden später waren es  4.447 (davon 1.068 Frauen), die den Halbmarathon in Angriff nahmen. 936 Mädchen und Jungen starteten dazu beim Mini-Marathon sowie Schüler- und Jugendlauf.

Internationales Flair

Die Aussage von Bernhard Winkler, Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH, "wir sind in der Bundesliga etabliert", fand seine sichtbare Bestätigung. Und diese Bundesliga ist international: So hatten zwei Frauen aus Südafrika mit elf Flugstunden die weiteste Anreise; auch das Ehepaar Fenzil aus USA und ein Läufer aus Kanada, scheuten keinen Aufwand, um in Heilbronn am Start zu sein. Nicht zu vergessen waren Gäste aus dem 1.600 Kilometer entfernten Bari in Süditalien oder die Stammgäste aus Heilbronns Partnerstadt Solothurn (Schweiz), die "Weissenstein Runners". Noch am Sonntag gaben vier, kurzfristig aus Finnland angereiste Teilnehmer ihre Meldung ab. Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach stellte mit strahlendem Gesicht fest: "Wir können stolz darauf sein, wie sich der Heilbronner Trollinger-Marathon seit dem ersten Event 2001 entwickelt hat, und Einzelstarter wie Teams fast gleich einem Magneten anzieht.

Joey Kelly sprintete an 3.241 Läufern vorbei

Schon traditionell ist der Start vieler Prominenter aus Wirtschaft, Politik und der Showbranche. Joey Kelly, Mitglied der bekannten gleichnamigen Popmusik-Familie, stand im Mittelpunkt. Der Ausdauerläufer und UNICEF-Laufpate ging für den Premium-Sponsor Campina an den Start. Er wollte als Letzter startend so viel wie möglich Läufer überholen. Für jeden, den er überholte, zahlte Campina zwei Euro an UNICEF. Als Kelly kurz vor 13 Uhr mit einer Zeit von 1:53,47 Stunden die Ziellinie überlief, hatte er 3.241 Plätze gutgemacht - das sind 6.482 Euro für UNICEF, die für Schulprojekte auch in Indonesien eingesetzt werden.

Die Region konnte sogar mit einer Königin aufwarten. Württembergs Weinköni-gin Miriam Heckel (Brackenheim) meisterte mit ihrer Mutter an der Seite mit Erfolg den Halbmarathon. Natürlich etwas schneller unterwegs als die Wein-Hoheit war die dreimalige Siegerin und Streckenrekordhalterin und heutige Zweite, Manuela Zipse  von der TSG Heilbronn. Sie durfte wie Kelly die Startnummer 2000 tragen. Eine schwere Tour hatte die Startnummer 5050 hinter sich: Sie gehörte Albrecht Wagner, dem Bruder von HMG-Geschäftsführer Friedrich Wagner. Er feierte auf der Halbmarathonstrecke seinen 50. Geburtstag und musste unzählige Hände von Freunden abklatschen. Ferner im Laufschritt, vorbei an Weinbergen, über den Haigern zwischen Flein und Talheim (höchster Punkt der Laufstrecke), entlang von Schozach und Neckar, waren zum Beispiel noch der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobel (MdB), die Bürgermeister Rolf "Marathon-Man" Kieser (Brackenheim), Ulrich Stammer (Möckmühl), Thilo Michel (Zaberfeld) und Rüdiger Braun (Abstatt).

Nicht nur, dass Sponsoren über 40 Prozent des Etats decken, einige namhafte Vertreter der Unternehmen zeigen sich wieder selbst aktiv beim Trollinger-Marathon: Zum Beispiel Werner Haerlin (Campina) und Thomas Fritz (Geschäftsführer Ensinger). Die regionale Wirtschaft vertraten unter anderem Ralf Klenk (Vorstand Bechtle AG) als bester "Promi", Günter Paska (stellvertretender Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Heilbronn-Franken).

Nicht zu vergessen sind auch die drei Senioren im Feld, Heinz Zipp (Oberstenfeld), der Bönnigheimer Walker Johann Feindert (beide Jahrgang 1930) sowie Gerd Heilmann aus Hamburg (1932).

Weingärtner Brackenheim stellen größte Mannschaft

Schon Wochen vor dem Trollinger Marathon begann der "Kampf", wer bietet die größte Mannschaft auf. Dieses Jahr mobilisierten die Weingärtner Brackenheim das zahlenmäßig größte Team (297), vor Rolf Willy - Privatkellerei (190) und den letztjährigen Siegern, den "Katzenbeißern" aus Lauffen (175). Rund ein Drittel aller Starter gehörte einem Team an - in der Gemeinschaft läuft es sich eben leichter.
Es muss nicht immer ein guter Stern sein, der über einer Veranstaltung steht. Beim Trollinger Marathon 2007 war es ein großer Zeppelin mit der Aufschrift "Meister wissen wie`s geht". Die Handwerkskammer Heilbronn brachte ihn als Begleiter der internationale Handwerkermeisterschaft, die traditionell in den "Trollinger" eingebunden ist. Mit 273 Teilnehmern aus ganz Deutschland waren die Handwerker wieder gut vertreten.

Im wahrsten Sinn des Wortes auf dem Vormarsch sind die Walker. 186 nahmen teilweise mit Stöcken ausgerüstet die Halbmarathon-Distanz unter die Füße.

600 Nachmeldungen wurden noch bearbeitet

Begonnen hat der Lauf-Event, wie in den Vorjahren, mit der Marathon-Messe neben dem Frankenstadion. Viele Besucher informierten sich an den verschiedenen Ständen der Sponsoren. Aber hier wurden auch die Start-Nummern ausgegeben und Nachmeldungen angenommen. Das Team von Gustav Jenne vollbrachte dabei eine Meisterleistung. Am Samstagnachmittag standen 400 und am Sonntagfrüh noch einmal 200 Kurzentschlossene am Counter.

Eine Oase der Ruhe war dagegen gleich nebenan die Nudel-Party auf dem Ausflugsschiff "Neckarbummler". Die Knorr-Küchenbrigade unter der Regie von Karl-Heinz Haase und Dieter Senghas servierte raffinierte Spezialitäten. 400 Kilogramm Nudeln wurden dabei verarbeitet.

OB Himmelsbach: ".. eine herausragende Gemeinschaftsleistung"

Rund 1.100 Mitglieder aus Vereinen, Hilfsorganisationen, dazu die Kräfte der Polizei trugen zu einer reibungslosen Organisation bei. Viel Lob gab es von den Teilnehmern für die Helfer an der Strecke. Koordiniert wurde ihr Einsatz von Kurt Gaub, der aber auch im sogenannten "Lumpensammler" am Schluss des Läuferfeldes fuhr, also Läufer aufnahm, die aufgaben. Ebenfalls Bemerkenswertes schafften die Mitarbeiter des Gepäckservice. Ein Dorf für sich war der Bereich unter der Regie von Wikki Wilke. Über 2.000 Gepäckstücke wurden in Rekordtempo abgewickelt.

Oberbürgermeister Himmelsbach meinte zurecht, "der Heilbronner Trollinger-Marathon ist eine herausragende Gemeinschaftsleistung der Kommunen an der reizvollen Strecke und unterstreicht den Erlebnisfaktor sowie das Leistungspotential unserer attraktiven Region". So sorgte Hauptsponsor Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH mit rund 30.000 Liter aus seiner reichhaltigen Produktpalette dafür, dass die Läufer / innen während des Laufes und im Zielraum ausreichend mit magnesiumhaltigen Getränken versorgt wurden. Geschäftsführer Bernhard Leonhardt kam nahezu direkt vom Meisterschafts-Endspiel aus Stuttgart, um im Zielbereich aktiv sein großes Getränke-Ausgabeteam zu unterstützen. Der zweite Hauptsponsor, die Volks- und Raiffeisenkassen im Kreis Heilbronn, trug mit seinen Finanz- und Sachleistungen zum Erfolg bei und unterstützte zusammen mit der Genossenschaftskellerei Heilbronn - Erlenbach - Weinsberg den logistischen Bereich. So mussten zum Beispiel 130.000 Getränkebecher, 250 Wassereimer und 7.000 Schwämme sowie drei Tonnen Bananen an den zehn Verpflegungsstationen abgeliefert werden. Dazu war Mineralwasser an neun zusätzlichen Plätze zu fahren.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die acht nagelneuen Fahrzeuge von Audi, als Begleitwagen auf den Strecken und für die Organisationsleitung.
Witterungsbedingt hatte auf der Strecke und im Stadion der Rettungsdienst mehr Arbeit als im Vorjahr und musste wesentlich mehr Hilfeleistungen erbringen.
Mit 1.109 gemeldeten Teilnehmern, zumeist aus den Heilbronner Schulen, wurden der Mini-Marathon sowie Schüler- und Jugendlauf wieder ein Erfolg. Stolz nahmen die Besten bei der Siegerehrung ihre Ehrenpreise entgegen, gab es doch für die Erstplatzierten der Alterklassen von Beyerdynamik Kopfhörer, für die Zweiten Tagespässe zum Besuch des Erlebnispark Tripsdrill sowie Sporttaschen. Die Dritten durften sich schließlich über Freikarten für Heilbronner Schwimmbäder, das Open-Air-Kino im Juli, eine Schifffahrt auf dem Neckar und Fahrten ins Salzbergwerk freuen.

Weitere Informationen unter

www.trollinger-marathon.de
 
         
         
 
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Messen sowie ein umfangreiches Seminar- und Tagungsangebot unterstützen die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Arbeitskräfte in der Region Heilbronn-Franken.

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