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Neckarsulm hat gute Chancen

     
 
 

6.6.07

 

Von der Audi-Modelloffensive wird voraussichtlich auch der Standort Neckarsulm profitieren.

Obwohl noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, hat Neckarsulm das Rennen um den Bau des A5-Cabrios wahrscheinlich gemacht. Eine entsprechende Meldung des Fachmagazins „Auto, Motor und Sport“ (AMS) wird von Audi zwar nicht kommentiert, entsprechende Aussagen aus Unternehmenskreisen deuten jedoch darauf hin. Ob das Fahrzeug allerdings bereits im Frühjahr 2009 über die Neckarsulmer Bänder rollen wird, ist unklar - auf einen genauen Zeitplan hat sich das Unternehmen bisher noch nicht festgelegt.

Dass die Vorentscheidung für die offene Variante des erst kürzlich vorgestellten Coupés wieder gekippt wird, gilt als höchst unwahrscheinlich. Audi will schließlich in den nächsten Jahren die Modellpalette von 22 auf 40 steigern. Im Neckarsulmer Betriebsrat wird im Zusammenhang mit dem A5-Cabrio darauf verwiesen, dass früher auch das A4-Cabrio am Neckar gebaut wurde. Der A5 basiert auf dem A4, der ab Herbst über die Produktionsdrehscheibe auch in Neckarsulm gebaut wird. Daher hatte sich der Standort im konzernweiten Wettbewerb um den A5 beworben. Der wahrscheinliche Zuschlag wird als „tolle Erweiterung“ und „zusätzliches Standbein für die Beschäftigung“ gesehen. Das viersitzige Cabrio soll von der Magna-Tochter CTS entwickelt werden.

Als höchst spekulativ gilt jedoch die „AMS“-Meldung, dass ab Frühjahr 2009 auch ein Cabrio des Supersportwagens R8 in Neckarsulm entsteht. In Unternehmenskreisen heißt es, dass eine Entscheidung darüber noch in weiter Ferne steht. Derzeit sind alle Anstrengungen darauf gerichtet, die Produktion der geschlossenen R8-Variante nach oben zu treiben, um die langen Wartelisten abzuarbeiten. Dies ist schwierig genug und lässt keinen Spielraum für Erweiterungen.

Zuschlag für Györ Für die Produktion des A3-Cabrios ist im Gegensatz zur A5-Variante die endgültige Entscheidung schon gefallen. Das Auto wird im ungarischen Werk Györ montiert werden, die Karosserieteile dafür werden aus Ingolstadt angeliefert.

Die Entscheidung über den Namen des neuen Kleinwagens, der von 2009 an im neuen Werk Brüssel gebaut wird, ist mittlerweile auch endgültig gefallen. Eine Überraschung blieb jedoch aus. Nach langem Hin und Her und einer ausführlichen Prüfung hat sich Audi nun doch auf die Bezeichnung A1 verständigt. Das ist genau der Name den das Auto schon kurz nach seiner Ankündigung hatte.

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