Die Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH & Co. KG, Nordheim, ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen: Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf knapp 35 Millionen Euro. Die Produktions- und Lagerfläche am Stammsitz wurde daher nochmals um 1000 Quadratmeter erweitert.
In der neuen Hallen wurden zwei neue Pressen mit 400 und 550 Tonnen Presskraft in Betrieb genommen. Das Unternehmen hat damit allerdings an seinem derzeitigen Standort in der Nähe des Nordheimer Bahnhofs fast keine Möglichkeiten mehr, sich zu vergrößern. Trotz des Neubaus sei es jedoch zwingend erforderlich, die Produktions-, Lager- und Bürofläche nochmals zu erweitern, berichtet Geschäftsführer Rolf Busch.
Die Armaturenfabrik hat deshalb die Gebäude der vor einigen Jahren in Insolvenz gegangenen Firma Fenster und Ladenbau Werner in Nordheim mit 3400 Quadratmetern Büro- und Produktionsfläche übernommen. Nach Sanierung der Gebäude sollen in der zweiten Jahreshälfte Vertrieb, Montage und Versand der Armaturenfertigung dorthin verlagert werden, kündigt Busch an.
Franz Schneider beschäftigt in Nordheim zurzeit 260 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in drei Geschäftsbereichen tätig. Der größte sind Industriearmaturen für die Mess- und Regeltechnik, etwa für Kraftwerke oder die Chemieindustrie. Außerdem werden Armaturen für Großdieselmotoren hergestellt - in dieser Nische ist Schneider Weltmarktführer - sowie Metallteile und Baugruppen für die Autoindustrie und ihre Zulieferer. Seit 2005 gibt es ein Werk in Brasov, früher Kronstadt, in Rumänien, in dem 30 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Trotz der guten Konjunktur im Anlagenbau sei der internationale Wettbewerb sehr hart, berichtet Busch. Hauptgründe seien der schwache US-Dollar, der zu einem niedrigen Marktpreis führt, sowie Preissteigerungen bei den Metallen, die nur zum Teil an Kunden weitergegeben werden können. Daher sei der hohe Metall-Tarifabschluss kritisch, meint Busch.
Quelle Heilbronner Stimme vom 5. Juni 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de
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