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9.6.07
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Baden-Württemberg ist einer Studie zufolge zwischen 2004 und 2006 das Bundesland mit der dynamischsten wirtschaftlichen Entwicklung gewesen.
Dies geht aus einer am Freitag in Berlin präsentierten Untersuchung im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und des Magazins «WirtschaftsWoche» hervor. Den Spitzenplatz erringt der Südwesten der Studie zufolge vor allem durch den massiven Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, das zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent zunahm und damit weit vor dem durchschnittlichen Anstieg von 3,6 Prozent liegt.
Bei der Studie wurden die 16 Bundesländer anhand von 33 ökonomischen Indikatoren wie Wirtschaftsleistung und Investitionsquote verglichen. Auf Rang zwei liegt Sachsen-Anhalt vor Hamburg. Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Brandenburg. Die INSM wird durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie finanziert.
Quelle: dpa/lswvom 8. Juni 2007
Baden-Württemberg gewinnt vor Sachsen-Anhalt und Hamburg
Baden-Württemberg gewinnt das Bundesländerranking 2007 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Mit Erfolgen bei der Arbeitsproduktivität erreicht Sachsen-Anhalt auf Platz 2. Hamburg konnte sich überraschend von Platz zehn auf den dritten Rang vorarbeiten.
Die wissenschaftliche Studie von INSM und WirtschaftsWoche, die von Ökonomen der IW Consult GmbH Köln erstellt wurde, vergleicht die deutschen Bundesländer an Hand von 33 ökonomischen und standortrelevanten Indikatoren vom Bruttoinlandsprodukt bis zur Investitionsquote. Ausschlaggebend für die Platzierung im Dynamik-Ranking sind ausschließlich die Veränderungen zwischen 2004 und 2006.
„Das Bundesländerranking 2007 zeigt eindrucksvoll, dass Länder, die eine kontinuierliche Wachstumspolitik betrieben haben, davon jetzt profitieren" lobt Max A. Höfer, Geschäftsführer der INSM, die wirtschaftliche Entwicklung des Siegers Baden-Württemberg. Den Spitzenplatz errang das „Ländle“ vor allem durch den massiven Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, das zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent zunahm und damit weit vor dem durchschnittlichen Anstieg von 3,6 Prozent liegt.
Rang zwei im Dynamikranking 2007 belegt das dynamischste Bundesland im Osten Sachsen-Anhalt, das sich in den letzten Jahren konsequent nach vorn arbeitet. Verantwortlich für diesen Sprung an die Spitze ist die hervorragende Entwicklung bei der Arbeitsproduktivität, die zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent stieg. Bundesweit waren es durchschnittlich nur 3,0 Prozent.
Für die größte Überraschung im Dynamikranking sorgt allerdings der Stadtstaat Hamburg, der sich im Vergleich zum Vorjahr um sieben Ränge von zehn noch vor Bayern auf den dritten Platz schieben konnte. „Hamburg profitiert davon, dass annähernd zehn Prozent der 500 umsatzstärksten Unternehmen ihren Sitz in Hamburg haben“, erläutert Klaus Methfessel, stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche, das Ergebnis.
Norden holt wirtschaftlich auf und findet Anschluss an starken Süden
Bei einer Unterteilung der 16 Bundesländer in die Großregionen Nord, Süd, West und Ost liegt der Süden, bedingt durch die sehr gute wirtschaftliche Dynamik Baden-Württembergs und Bayerns erneut vorn. Dank der guten Performance der Stadtstaaten Hamburg und Bremen konnte sich der Norden in diesem Jahr vom 4. auf den 2. Platz vorschieben, gefolgt von den Bundesländern im Osten und im Westen.
Neben dem Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2006 ausweist, gibt die Studie zusätzlich im Bestands-Ranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand. Bis auf einige geringe und daher weniger spektakuläre Verschiebungen im Mittelfeld, bleibt das Bestandsranking, unverändert.
Die West-Länder belegen die Ränge 1 bis 8, während die ostdeutschen Bundesländer das Schlusslicht des Rankings bilden. Das Spitzentrio wird angeführt von Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Hessen. Die Ost-West-Schere klafft hier, anders als im Dynamikranking weit auseinander. Wie 2006, behält Mecklenburg-Vorpommern die Rote Laterne. Sachsen-Anhalt und Brandenburg landen auf Platz 12 bzw. Platz 11.
Rankingsieger Baden-Württemberg
Baden-Württemberg belegt mit 57,8 Punkten Platz 1 im fünften wissenschaftlichen Bundesländerranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche. Die Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitsproduktivität, Bruttoinlandsprodukt oder Investitionsquote.
Neben dem Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2006 ausweist, gibt die Studie zusätzlich im Bestandsranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand. Hier landet Baden-Württemberg mit 65,7 Punkten auf Platz 2. Allerdings werden im Bestandsranking die drei Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg aufgrund der besonderen Struktur nicht mit den Flächenländern verglichen. Wo Baden-Württemberg punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Dynamikranking
Stärken:
- In keinem Land war die Entwicklung der Wirtschaftskraft besser als in Baden-Württemberg: Das
Bruttoinlandsprodukt wuchs zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent (Schnitt: +3,6 Prozent). Platz 1.
- Die Entwicklung der ALG II Empfänger je 100 Einwohner ist zusammen mit Bayern am besten. Während im
Bundesdurchschnitt zwischen 2004 – 2006 ein Anstieg um 1,6 Prozentpunkte verzeichnet wurde, waren es in
Baden Württemberg mit 0,8 Prozentpunkten nur halb so viele. Rang 2.
- Positiv ist die Entwicklung bei der Patentintensität (Patentanmeldungen je 100.000 Einwohner) in Baden-
Württemberg: Während die Patentanmeldungen je 100.000 Einwohner im Bundesdurchschnitt leicht gesunken
sind, konnte Baden-Württemberg zulegen. Es wurden vier Patente je 100.000 Einwohner mehr angemeldet. Im
Vergleich dazu sind die Anmeldungen im Bundesdurchschnitt um ein Patent zurückgegangen. Platz 1.
Schwächen:
- Die Aufklärungsquote der Straftaten ist im Zeitraum 2004 – 2006 um 0,7 Prozentpunkte zurückgegangen,
obwohl sie im Bundesdurchschnitt um 1,2 Prozentpunkte gestiegen ist. Das reicht nur für Rang 14.
- Das Arbeitnehmerentgelt je Arbeitsnehmer ist zwischen 2004 und 2006 um 0,7 Prozent gestiegen. Der
Bundesdurchschnitt lag bei 0,5 Prozent. Hier belegt Baden-Württemberg Platz 11.
- Rückgang bei den Wissenschaftsausgaben (in Euro je Einwohner in den Jahren 2003 – 2005): Sie sanken um 0,2
Euro, während sie im Durchschnitt um 0,2 Euro gestiegen sind. Damit belegt Baden-Württemberg Rang 11
Bestandsranking
Stärken:
- Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg ist die geringste im ganzen Bundesgebiet. Nur 6,9 Prozent waren
im Jahr 2006 ohne Job (Durchschnitt: 12,2 Prozent). Rang 1.
- Auf Platz 1 rangiert Baden-Württemberg bei den Patentanmeldungen: Mit dem Spitzenwert von 125 je 100.000
Einwohner (Durchschnitt: 42) verteidigte das „Ländle“ in 2006 erfolgreich seinen Ruf als "Land der Tüftler".
- Die geringste Zahl an Unternehmensinsolvenzen verteidigt Baden-Württemberg auch im Jahr 2006 mit einem
Wert von 0,44. (Durchschnitt: 0,76 Unternehmensinsolvenzen je 1.000 Erwerbspersonen). Ebenfalls Rang 1.
Schwächen:
- Die jährlichen kommunalen Investitionen im Jahr 2006 (in Prozent der Gesamtausgaben) sind vergleichsweise
gering. Der Wert von 11,8 Prozent reicht nur für Platz 8 (Schnitt: 13,0 Prozent)
- Das Bruttomonatseinkommen je Arbeitnehmer lag 2006 in Baden-Württemberg bei 2.945 Euro (Schnitt: 2.628
Euro). Platz 12 für Baden-Württemberg.
- Mit 41,0 Gründungen je 10.000 Erwerbsfähige in 2005 (Schnitt der Flächenländer: 46,2) ist die
Gründungsintensität in Baden-Württemberg unterdurchschnittlich. Im Vergleich der Flächenländer kommt
Baden-Württemberg auf Platz 9.
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