Mit 18 Millionen Euro Umsatz haben sie für 2007 geplant - nun werden es wohl 20 Millionen. Viel Personal wollten sie eigentlich nicht einstellen - 55 neue Arbeitskräfte sind in einem Jahr hinzugekommen. Kurzum: Das Wachstum beim Ilsfelder Leichtmetall-Bearbeiter Fastner geht unvermindert weiter.
Vor allem die Bearbeitung von Aluminium-Profilen boomt zurzeit, berichtet Vertriebsleiter Alfred Fastner. „Alle Autohersteller haben inzwischen solche Strangpressprofile in ihren Karossen. Und der Anteil an Leichtmetallen wird noch zunehmen.“ 30 Prozent des Umsatzes entfallen auf diesen am stärksten wachsenden Bereich, 60 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt Fastner mit der Autoindustrie. „Wir liegen logistisch günstig, nahe der Autobahn und in der Nähe zu großen Autoherstellern“, begründet der Vertriebschef den Erfolg.
Ganz auf diesen Kundenkreis möchte sich das erst 1992 gegründete Unternehmen aber nicht verlassen. Daher werden auch Teile für verschiedene andere Branchen hergestellt - der Kreis sei „gezielt breit gefächert“, sagt Fastner. Von der Medizin- über Mess- und Regeltechnik, Schienenfahrzeuge, Roboter- und Maschinenbauer bis hin zu Energietechnik reicht das Spektrum. Fastner bearbeitet vorwiegend Aluminium, aber auch Magnesium, und zwar jeweils Gussteile und Strangpressprofile.
Für das Familienunternehmen wird der Platz in den Werkshallen allmählich schon wieder zu klein. Alleine im vergangenen Jahr wurden 13 neue Maschinen angeschafft, auch in diesem Jahr kommen noch einige hinzu. Mittlerweile arbeiten 235 Beschäftigte für das Unternehmen - Anfang 2006 waren es noch 125. Mit einem neuen Anbau soll aber zunächst gewartet werden, sagt Fastner. „Wir müssen jetzt erstmal verschnaufen.“ Wenn es aber gar nicht anders ginge und weitere Großaufträge hereinkommen, müsse eben eine Halle angemietet werden - passende Flächen gibt es in der Nachbarschaft.
Vor allem die Fähigkeit des Unternehmens, Leichtmetalle zu biegen und zu schweißen, verschafften einen Vorsprung vor der Konkurrenz. „Das können nur wenige“, erzählt der Vertriebsleiter. Künftig sollen noch mehr Baugruppen hergestellt werden. Eine Produktion im Ausland ist aber bislang kein Thema. Alfred Fastner: „Solange es sich rechnet, liefern wir lieber von Ilsfeld aus ins Ausland.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 12. Juni 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de
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