Durch die Übernahme der Firma Beckenbach in Schönau bei Heidelberg stockt der Automobilzulieferer Wolpert seine Belegschaft in der Gruppe auf einen Schlag um 80 Mitarbeiter auf.
Insgesamt beschäftigt der Bretzfelder Automobilzulieferer damit knapp 300 Mitarbeiter. Neben dem Stammhaus Wolpert AG und der vor zwei Jahren von der Bertrandt AG übernommenen ZR Automotive GmbH bringt Beckenbach auch technologisch ein drittes Standbein in die Gruppe: „Damit ist uns der Einstieg in die Herstellung von Seriewerkzeugen im Formen- und Werkzeugbau für Kunststoffteile gelungen”, freut sich Vorstand Josef Wolpert.
Wachstumsschub Für die nächsten fünf bis zehn Jahre habe das Unternehmen durch diesen Schritt eine gute Perspektive. Bis ins Jahr 2010 will Josef Wolpert den Umsatz seiner Unternehmensgruppe auf 50 Millionen Euro steigern im laufenden Jahr möchte er 30 Millionen Euro erreichen.
Im Kerngeschäft baut das 1991 gegründete Unternehmen in den Bereichen Kunststoff und Blech Prototypen und Kleinserienteile für die Automobilindustrie. Kunden aus aller Welt kaufen bei den Schwabbachern ein, die seit 2001 als AG firmieren, sich aber weiterhin in Privatbesitz befinden. Zug um Zug hat Josef Wolpert sein Unternehmen durch die Übernahme von Firmen mit Kompetenzen in angrenzenden Bereichen ausgeweitet. Im Fall Beckenbach griff Wolpert zu, nachdem das Unternehmen, das 40 Jahre Erfahrung mitbringt, Pleite gegangen war.
Lücke geschlossen Für die Bretzfelder Firma schließt die neue Tochter eine wichtige Lücke in der Wertschöpfungskette: „Jetzt können wir von der Konstruktion über den Prototyp bis zur Serie alles aus einer Hand bieten.” Mit diesem „deutlichen Vorteil” gegenüber dem Wettbewerb sieht Wolpert die Möglichkeit, weitere Arbeitsplätze in Schwabbach und auch am neuen Produktionsstandort Schönau zu schaffen und zu sichern.
Quelle Heilbronner Stimme vom 19. Juni 2007 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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