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Das Wirtschaftsdorf in Hohenlohe

     
 
 

22.6.07

 

Die Bagger rollen an. Die Fahrer in den PS-starken Maschinen haben nur einen Job: Platz schaffen für neue Arbeitsplätze. 200 an der Zahl werden alleine im neuen Werk des Mulfinger Ventilatorenherstellers EBM-Papst entstehen. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite wirbeln Maschinen Staub auf: Der Sportartikelhersteller Jako baut eine neue Lagerhalle. Das alles geschieht in dem 500-Seelen-Dorf Hollenbach. Dort, wo die Wirtschaft boomt.

Hauke Hannig, Assistent der EBM-Geschäftsleitung, und Betriebsleiter Markus Mettler marschieren durch die Baustelle. Auf den 13 500 Quadratmetern investiert das Unternehmen rund 15 Millionen Euro. Die großen Ventilatoren mit bis zu einem Meter Flügeldurchmesser, im Fachjargon AC- und EC-Ventilatoren genannt, sollen künftig im Hollenbacher Gewerbegebiet Siegenwasen produziert werden. Vor allem die sparsamen EC-Motoren haben angesichts der weltweiten Notwendigkeit zur Energieeinsparung und zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes nach Überzeugung von EBM-Papst sehr gute Zukunftsaussichten, heißt es in einer offiziellen Erklärung. Hannig bezeichnet den Mulfinger Ortsteil als „optimalen Standort zwischen Mulfingen und Niederstetten“, den anderen beiden EBM-Produktionsstätten in der Region. Der Vorteil hier: kurze Wege. Auch die Verbundenheit zu Hohenlohe sei bei der Wahl des neuesten Bauvorhabens nicht ohne Bedeutung gewesen, so Mettler und Hannig einstimmig. Mit dem Ventilatorenhersteller geht es aufwärts. „Wir wollen unseren Umsatz weiter steigern“, so Hannig. Als Ziel nennt er die Zwei-Milliarden-Euro-Marke: „Die wollen wir bis 2015 erreichen.“

Um diesem Ziel näher zu kommen, errichtet das Hohenloher Erfolgsunternehmen drei Gebäudekomplexe - allesamt aneinander gebaut. Für die 2500 Quadratmeter große Lagerhalle hebt ein Kran die 18 Meter langen Stützteile durch die Lüfte. Das Lager bekommt acht Andockrampen und zwei Tore, durch die die rund 200 Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb die Waren bearbeiten.

Neben dem Lager wird die Produktion ihren Platz finden. An sie angebaut wird ein Verwaltungstrakt. „Das wird ein Bürogebäude mit drei Stockwerken“, so Hannig. Auch Besprechungsräume und eine Kantine sind vorgesehen. Das dritte Gebäude wird für den Wareneingang verwendet. Die 80 neuen Parkplätze können die Mitarbeiter dann direkt von der Amtstraße, die durch das Gewerbegebiet führt, anfahren.

Auch wenige Meter weiter wird fleißig gearbeitet. Bagger heben Erde aus. Der Sportausrüster Jako baut eine neue Lagerhalle. Auf 2400 Quadratmetern sollen nochmals 3000 Palettenplätze entstehen, so Vorstandsmitglied Markus Frank. Kostenpunkt: rund zwei Millionen Euro. Frank: „Wir wollen schon Ende September die ersten Regale nutzen.“

Jako erweitert sein Sortiment und braucht mehr Platz. Doch das muss nicht das Ende der Fahnenstange sein. Frank: „Wir haben genügend Fläche, um nochmals zwei solcher Hallen bauen zu können.“

Quelle Heilbronner Stimme Hohenloher Zeitung vom 21. Juni 2007 von Michael Schwarz www.stimme.de

 
         
         
 
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