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Eine Million Euro warten auf Ideen

     
 
 

2.7.07

 

Mit einer Million Euro Projektgeld startet der von Wirtschaft und Kommunen der Region geschlossene „Pakt Zukunft“.

Die Bewerbungbögen sind noch druckfrisch: Nächste Woche erhalten alle 122 Paktpartner die Unterlagen. Sie können sich bis zum 31. Oktober dieses Jahres mit einer zündenden neuen Idee aus dem Bereich demografische Entwicklung bewerben - und im besten Fall die Anschubfinanzierung für ihr Projekt gewinnen, egal ob es sich um neue Formen der Altenpflege, um Kinderbetreuung oder um die Integration von Migranten handelt.

Geld und Ideen Im Pakt Zukunft haben sich die Kommunen - also Städte, Gemeinden und Landkreise - und Unternehmen der Region zusammengeschlossen. Die Wirtschaft und ihre Interessensverbände geben das Geld, von der kommunalen Seite müssen die Projekte kommen. Die Versammlung der Paktteilnehmer hat im April beschlossen, dass die Herausforderung der Demografie das erste Handlungsfeld sein soll, dem sich der Pakt mit seiner finanziellen Förderung zuwendet.

Eine zweite Aufgabe des Zukunftspakts aus Kommunalpolitik und Wirtschaft ist die Vertretung der Interessen der Region Heilbronn-Franken, „die Bündelung der Kräfte“ wie es IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger nennt. Bei der IHK liegt die Organisation des Paktes.

Der Landstrich zwischen Eppingen und Wertheim, die Region aus Heilbronn, Hohenlohe, Main-Tauber und Schwäbisch Hall ist für Metzger „gemessen an den letzten 25 Jahren die wachstumsstärkste und dynamischste Region in Baden-Württemberg.“ Es müsste seiner Meinung nach mit dem Teufel zugehen, wenn die Politik in Bund und Land nicht darauf reagieren würde, wenn Kommunen und Wirtschaft dieser Region künftig mit einer Stimme einen „gemeinsamen Aktionsplan“ sowie ihre Forderungen vortragen. Die Verkehrsinfrastruktur wird als erster Punkt der Interessensvertretung bis im Herbst mit einem Aktionsplan unterfüttert.

Der Pakt wird mit einer Million Euro aus der Wirtschaft gespeist: Eine halbe Million Euro kommt von der Unternehmensgruppe Schwarz, 200 000 Euro steuert die Firma Würth bei, je 100 000 Euro kommen vom Unternehmen EBM-Papst (an dem die Familie von IHK-Präsident Thomas Philippiak beteiligt ist) und von der IHK. Je 25 000 Euro steuern die Firmen Berner und Heilbronner Stimme, die IHK-Weiterbildung und die Handwerkskammer bei. Zu einem 25 000-Euro-Anteil haben sich Südwestmetall, Arbeitgeberverband und die Firma Illig zusammengeschlossen. Für je 25 000 Euro haben die Geldgeber eine Stimme im Beirat der Wirtschaftsseite. Der entscheidet über die Geldvergabe.

Hälfte Eigenfinanzierung Jede Projektidee muss zu 50 Prozent vom Ideengeber mitfinanziert werden. Damit werden im ersten Handlungsfeld Demografie Maßnahmen in einer Größenordnung von zwei Millionen Euro angeschoben. Ist der Start erfolgreich, will sich der Pakt den Themen Bildung, Infrastruktur und Innovation zuwenden.

Partner sind alle Landkreise und Großen Kreisstädte der Region, 97 von 111 Kommunen. Als Nachbar macht Mosbach mit. Infos auch unter www.pakt-zukunft.de

Quelle Heilbronner Stimme vom 30. Juni 2007 von Iris Baars-Werner www.stimme.de

 
         
         
 
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