Baden-Württemberg ist durch innovative und wissensintensive Wirtschaftsbereiche im internationalen Wettbewerb ausgezeichnet positioniert.
Eine aktuelle Studie des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zeigt, dass sich diese Zukunftsfähigkeit auch in den Teilräumen Baden-Württembergs widerspiegelt. Die ausgewogene Wirtschaftsstruktur in den Kreisen und Regionen gewährleistet ein vergleichsweise geringes Wachstumsgefälle. Die Teilräume des Landes sind somit für die Herausforderungen im globalen Wettbewerb insgesamt gut gerüstet“, erklärten Minister im Staatsministerium Willi Stächele und die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Gisela Meister-Scheufelen, am Montag (9. Juli 2007) anlässlich der Veröffentlichung einer neuen Studie des Statistischen Landesamtes über regionales Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg, die im Auftrag des Staatsministeriums erstellt wurde.
Das regionale Gefälle der Wirtschaftskraft habe sich 2004 in Baden-Württemberg gegenüber 1996 kaum erhöht. „Baden-Württemberg hat ein ausgewogenes Wirtschaftswachstum in allen Regionen. Im benachbarten Bundesland Bayern war dagegen eine deutliche Zunahme regionaler Unterschiede festzustellen“, betonten Stächele und Meister-Scheufelen.
36 Stadt- und Landkreise mit überdurchschnittlicher Wirtschaftsleistung
Die Wissenswirtschaft finde in vielen Kreisen Baden-Württembergs gute Standortbedingungen vor, hoben Stächele und Meister-Scheufelen hervor. Gemessen an der je Erwerbstätigen erbrachten Wirtschaftsleistung nähmen im Jahr 2004 36 von den 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs bundesweit eine überdurchschnittliche Platzierung ein. Zusätzlich zur Wirtschaftsstruktur sei die regionale Standortqualität entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung der Kreise. Baden-Württemberg zeichne sich auch dadurch aus, dass Kreise mit einer weniger begünstigten Wirtschaftsstruktur mit Hilfe spezifischer Standortbedingungen überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen können. „Eine ganz entscheidende Einflussgröße ist dabei, in welchem Umfang die Unternehmen eines Kreises Aktivitäten für Forschung und Entwicklung vorantreiben und investieren.“
Vernetzung mit umliegenden Kreisen
„Für die Entwicklung von Kreisen, deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unter dem Landesdurchschnitt liegt, kann eine Strategie darin liegen, das vorhandene Innovationspotential durch Vernetzung mit umliegenden Kreisen auch außerhalb der Region nutzbar zu machen“, unterstrich Minister Stächele. Als Beispiele hierfür nannte der Minister die Förderung des Wissenstransfers durch Technologiezentren und die Ausweitung von Forschungskooperationen. „Grundsätzlich gibt es aber keine Patentrezepte für regionales Wirtschaftswachstum. Die Wirtschaftsförderung vor Ort muss jeweils vom kreisspezifischen Stärken-Schwächen-Profil ausgehen.“
Studie für Wirtschaftsförderung nutzen
Dr. Meister-Scheufelen wies auf den praktischen Nutzen der Studie für die Wirtschaftsförderung in den Kreisen und Regionen hin: „Der Regionalteil der Studie bietet mit den dort dargestellten Kennzahlen die Möglichkeit, den eigenen Kreis oder die eigene Region bezüglich der Stärke der dargestellten Wachstumsfaktoren im Landesvergleich einzuordnen. Gleichzeitig wird für jeden Kreis und jede Region gezeigt, in welchem Maße dort spezifische Wachstums fördernde oder wachstumshemmende Faktoren wirksam sind, die durch Fallstudien näher zu untersuchen sind.“
Hinweis
Weitere Informationen, wie beispielsweise die Kennzahlen für die Kreise und Regionen in Baden-Württemberg, sind der Veröffentlichung „Trends und Fakten 2006/07“ zu entnehmen. Die vollständige Studie kann nachfolgend im pdf-Format abgerufen oder über das Statistische Landesamt Baden-Württemberg bezogen werden.
Quelle: Staatsministerium
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