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Auftragsbücher beim Handwerk sind voll

     
 
 

21.7.07

 

Die Handwerksbetriebe in der Region sind mit ihrer Geschäftslage im zweiten Quartal sehr zufrieden. So lautet das Fazit der Handwerkskammer Heilbronn-Franken aus der aktuellen Konjunkturumfrage unter ihren rund 11 700 Mitgliedern.

"Auch wenn der Konjunkturmotor im Handwerk derzeit läuft, ist er dennoch durch die Mehrwertsteuererhöhung erheblich gefährdet." Das hatte Thilo Bräuninger, der damalige Präsident der Handwerkskammer, noch im Februar befürchtet. Dieser Einschätzung scheint die aktuelle Konjunkturumfrage der Kammer für die vergangenen drei Monate zu widersprechen. Deren Ergebnis: 49 Prozent der befragten Handwerker beurteilten die aktuelle Geschäftslage positiv, nur 13 Prozent sehen schwarz. Damit liege die Bewertung der Situation etwa auf Vorjahresniveau.
 
Noch optimistischer seien die Unternehmer, was die kommenden Monate angehe: 56 Prozent rechneten damit, dass sich ihre Geschäfte verbessern - 13 Prozent erwarteten schlechtere Zeiten. Ursache des Stimmungshochs: Die Auftragsbücher seien voll, die Eingänge hätten gegenüber dem ersten Vierteljahr deutlich zugelegt. 40 Prozent der Unternehmen berichteten über mehr Aufträge, 19 Prozent über weniger. Damit liege die Region etwas besser als der Landesdurchschnitt. Allerdings schränkt der Verband auch ein: Ein Blick auf die Vorjahre zeige, dass das zweite Quartal generell besser abschneide als das erste Vierteljahr.
 
Deutliches Umsatzplus
 
Auch die Umsatzlage habe sich deutlich verbessert. Fast 40 Prozent der Betriebe hätten ein Plus verbucht, 15 Prozent ein Minus. Dadurch steige auch die Investitionsbereitschaft: Die Mehrheit der Handwerker habe Geld in die Ausstattung gesteckt, knapp 22 Prozent mehr als im ersten Vierteljahr. Und immerhin gut die Hälfte der Betriebe plane, in den kommenden Monaten zu investieren - fast 20 Prozent sogar in größerem Umfang. Auch bei diesem Indikator schneide die Region besser ab als das Land.
 
Immer mehr Handwerksmeister gelangten mittlerweile sogar an ihre Kapazitätsgrenzen. Bereits 17 Prozent gäben an, zu mehr als 100 Prozent ausgelastet zu sein - fast fünfmal so viele wie vor einem Jahr. Der Anteil der Betriebe, die zu weniger als 60 Prozent ausgelastet seien betrage derzeit 18 Prozent. Folge: 6,7 Prozent der Unternehmen hätten im zweiten Quartal bereits neue Mitarbeiter eingestellt, drei Prozent Personal abgebaut.
 
Durch die gute Auftragslage sei in zahlreichen Betrieben in der Region bereits ein Mangel an Fachkräften und Auszubildenden spürbar. "Viele Handwerksmeister suchen händeringend gute Lehrlinge", erklärt Ulrich Bopp, der am Montag zum Präsidenten der Handwerkskammer gewählt wurde.

Quelle Haller Tagblatt vom 20. Juli 2007 von SABINE ROCHLITZ www.hallertagblatt.de

Weitere Informationen unter

Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken /Gesellschafter/HWK/
 
         
         
 

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