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Dautel macht den Lkw zum Werkzeug

     
 
 

25.7.07

 

Beim Marktführer für LKW-Ladebordwände entwickeln, produzieren und verkaufen 240 engagierte Mitarbeiter hydraulische Ladebordwände, Kippaufbauten und Wechselsysteme für Lkw.

Peter Dautel ist niemand, der schnell übermütig würde. Dafür hat der Unternehmer und Fachhochschul-Professor im Ruhestand zu viele Krisen erlebt. Tief haben sie sich in seine Erinnerung eingegraben. Zum ersten Mal 1968 - „das hat uns geschockt“, dann 1973/74, 1983/84, 1993/94. Und zuletzt 2003 bis 2005. „Der Zehnjahresrhythmus ist schon erstaunlich“, sagt er nachdenklich.

Weil er weiß, dass der nächste Abschwung irgendwann kommt, ist er sehr vorsichtig - obwohl die Auftragsbücher des Leingartener Herstellers von Ladebordwänden und Lkw-Kippern zurzeit so voll sind wie selten zuvor: Bis in den nächsten Februar ist die Firma ausgebucht. „Normal sind zwei bis vier Monate“, sagt der Seniorchef, der die Führung der Familienfirma schon vor einigen Jahren an seinen Sohn Rutger Dautel übergeben hat. Aber nicht nur zur Feier des 75. Firmengeburtstags, den das Unternehmen am Wochenende gefeiert hat, ist er aktiv dabei: Peter Dautel gehört weiter zu den Aktivposten.

„Wir machen aus dem Lastwagen ein Werkzeug“, sagt Peter Dautel selbstbewusst. Dabei sieht sich das Unternehmen längst nicht mehr als Verkäufer von schweren Kippern für die Bauindustrie oder von Ladebordwänden - sondern als Lieferant von Transportrationalisierung. Und anders als früher, als sich das aus einem Schmiedehandwerksbetrieb hervorgegangene Unternehmen durch eine sehr hohe Fertigungstiefe auszeichnete, arbeiten die Leingartener heute viel mit Zulieferern - häufig mit Firmen, die durch die harte Schule der Autohersteller gegangen sind. „Von denen werden wir oft besser bedient als vom Ausland.“ Die etwa 250 Dautel-Beschäftigten, die zurzeit von rund 30 Leiharbeitnehmern unterstützt werden, sind also hauptsächlich mit Entwicklung und Montage befasst. Trotzdem denken die Leingartener - die Stadt Heilbronn traute Ende der 1960er Jahre dem 30-Mann-Betrieb nicht genügend zu, als dass sie der Firma ein Grundstück zur Verfügung stellen wollte - inzwischen auch über eine Erweiterung im Ausland nach.

„Wir folgen den Verkehrsströmen. Und die gehen nach Osten“, sagt Peter Dautel und verweist auf die „extremen Konjunkturzyklen“ der Lkw-Branche. 2006 ist der Umsatz um 25 Prozent auf 37 Millionen Euro gewachsen, im laufenden Jahr soll das Plus wieder zweistellig werden. „Aber es geht auch mal wieder um 40 Prozent zurück.“

Zunächst hofft er aber noch auf ein bis zwei gute Jahre: Weil die Bauwirtschaft in Osteuropa anzieht, sieht er gute Absatzchancen für die Kipper, mit denen Dautel übrigens 40 Prozent des Umsatzes macht.

Quelle Heilbronner Stimme vom 24. Juli 2007 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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