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Würth wächst weiter

     
 
 

25.7.07

 

Ein Umsatzplus von 10,7 Prozent, im Heimatmarkt Deutschland waren es sogar 11,4 Prozent: Die ersten sechs Monate des Jahres 2007 sind für die Künzelsauer Würth-Gruppe hervorragend gelaufen - zumal das Betriebsergebnis deutlich schneller gewachsen ist als der Umsatz: 321 Millionen Euro sind unter dem Strich in Gaisbach hängen geblieben. Bei einem Umsatz von 4,29 Milliarden Euro entspricht das einer Rendite von 7,5 Prozent vor Steuern.

„Wir konnten unseren Kurs halten und an die außerordentlich gute Entwicklung des Jahres 2006 anknüpfen“, freut sich Konzernchef Robert Friedmann. Nach dem Bauboom vor der Mehrwertsteuererhöhung hatten die Hohenloher eigentlich mit einem Durchhänger gerechnet - aber schon im ersten Quartal erwirtschaftete Würth erstmals einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro.

Sorgenkind USA Sorgen macht Friedmann zurzeit einzig der amerikanische Markt: Neben der Dollarschwäche, die dem Unternehmen selbst auf Konzernebene einen Prozentpunkt Wachstum gekostet hat, spüren die Hohenloher dort den konjunkturellen Abschwung. In Deutschland sieht Friedmann derzeit noch keine Anzeichen einer Abschwächung. „Die Konjunktur ist stabil.“ Dass er im zweiten Halbjahr dennoch mit einem etwas langsameren Zuwachs rechnet, liegt an der Stärke des Vorjahres. „Wir sind im Dezember 16 Prozent gewachsen. Selbst wenn wieder kein Wintereinbruch kommt, können wir da nicht so leicht noch etwas drauflegen.“

Derweil verstärkt Würth sein Engagement in Sachen Ausbildung: Allein im Ausbildungsverbund der deutschen Kerngesellschaft Adolf Würth GmbH & Co. KG (AWKG) beginnen in diesem Sommer 128 junge Menschen ihre Berufsausbildung. Einschließlich der 40 zusätzlichen Lehrstellen, die in den Verkaufsniederlassungen geplant sind, wird die AWKG im September 417 Auszubildende beschäftigen. Hinzu kommen 294 Juniorverkäufer, die firmenintern eine zweijährige Ausbildung absolvieren.

In Deutschland arbeiten die Künzelsauer weiter an ihrer Strategie, ein flächendeckendes Netz von Abholniederlassungen aufzubauen, in denen die gängigsten Produkte vorrätig sind. 225 dieser Märkte gibt es bereits. Ziel ist für Deutschlandchef Peter Zürn, dass eine solche Niederlassung für jeden Kunden innerhalb zehn Minuten erreichbar sein soll.

In Brasilien hat das Unternehmen, das zum Stichtag 30. Juni exakt 60 564 Mitarbeiter beschäftigte, den 30 000. Verkäufer eingestellt. Die Hohenloher sind inzwischen einer der weltweit größten Arbeitgeber für fest angestellte Verkäufer.

Quelle Heilbronner Stimme vom 16. Juli 2007 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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