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Museum Würth zeigt Edvard Munch

     
 
 

13.8.07

 

Der norwegische Maler und Grafiker Edvard Munch (1863 – 1944) wird in einer umfassenden thematischen Sonderausstellung in der Kunsthalle Würth als radikaler Neuerer vorgestellt. Mehr noch als der Künstler selbst in seiner Bedeutung als Vorläufer und Begründer des Expressionismus wird sein Werk als ein unentbehrlicher und eigenwilliger Beitrag zur Moderne in den Mittelpunkt gestellt.

Munchs Auseinandersetzung mit den tiefsten menschlichen Gefühlen wie der Einsamkeit und der Liebe und seine Beschäftigung mit dem Tod sind schonungslos und eindringlich.

Werden und Vergehen, Zerstörung und Schöpfung sind seine Themen, die er mit vielfältigen Mitteln zur Darstellung bringt: Er löst die Figuren auf, lässt sie mit dem Hintergrund verschmelzen und über den Bildrand hinausragen, er kratzt tiefe Furchen in die Farboberfläche und unterzieht viele seiner Werke einer »Rosskur«, indem er sie im Freien ungeschützt Wind und Wetter aussetzt. Munch überschreitet konsequent die historischen Gattungsgrenzen zwischen Malerei und Druckgrafik, dabei bedient er sich auch der Fotografie. Sein unkonventioneller Umgang mit Motiv und Material eröffnet bereits zur Jahrhundertwende einen Ausblick weit hinein ins 20. Jahrhundert.

Mit rund 140 Gemälden, Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten zeigt die Ausstellung der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall Werke aus allen Schaffensperioden des Künstlers. Sie versammelt Leihgaben aus zahlreichen amerikanischen und europäischen Museen und präsentiert neben Hauptwerken Munchs zudem eine große Anzahl bisher nicht zugänglicher privater Leihgaben. Nachdem die Ausstellung bereits mit großem Erfolg in der Fondation Beyeler in Riehen/ Basel zu sehen war, kuratiert Dieter Buchhart den zweiten Teil des Projektes für die Kunsthalle Würth nun mit einer Schwerpunktsetzung auf den berühmten Lebensfries, Landschaften, Porträts und experimentellen Druckgrafiken als wichtige Entwicklungszeichen von Munchs Modernität.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen.

Vom 4. August – 16. Dezember 2007 im Museum Würth Schwäbisch Hall

http://www.kunst.wuerth.com
 
         
         
 
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