Beim größten Arbeitgeber im Stadtteil Sontheim wird wieder gebaut: In den nächsten Monaten entsteht am Stammsitz des Maschinenbauers Illig ein neues Kundenzentrum, in dem aber nicht nur die Käufer der Thermoformmaschinen, sondern auch die eigenen Mitarbeiter geschult werden sollen. Für den Neubau, der eine markante Architektur aufweisen wird, werden fast sechs Millionen Euro ausgegeben, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Das neue Gebäude mit 1800 Quadratmetern Nutzfläche soll zwei bestehende Verwaltungsbauten verbinden. Möglich sei das Projekt erst, seit Illig das durch das Werksgelände führende Teilstück der Mauerstraße im Jahr 2000 von der Stadt Heilbronn übernehmen durfte - denn der Neubau wird vom zweiten Stockwerk an in die frühere Straße hineinragen.
Derzeit betreibt das Unternehmen ein eigenes Schulungszentrum für Kunden in der Bottwarbahnstraße. Es soll in einem Jahr, wenn der Neubau fertig ist, an die Hochschule Heilbronn vermietet werden, bis diese ihren A-Flügel fertig saniert hat, erläutert Geschäftsführer Karl Schäuble. Ohnehin seien bei Illig in den vergangenen Jahren immer mehr Tagungen und Hausmessen hinzugekommen, so dass mehr Platz benötigt wurde.
Das Familienunternehmen, vor 61 Jahren gegründet, stellt Thermoformmaschinen her, die Kunststoff durch Wärme in Form bringen - zum Beispiel bei der Herstellung von Joghurtbechern, Rasierklingen-Verpackungen oder Gartenteichbecken. Der Exportanteil beträgt mehr als 80 Prozent, die Firma mit mehr als 800 Mitarbeitern, davon etwa 740 in Heilbronn, ist in 70 Ländern vertreten.
Zum Umsatz macht das Unternehmen, das von Wolfgang Illig und seinem Schwager, dem regionalen Südwestmetall-Vorsitzenden Karl Schäuble, geleitet wird, keine Angaben. Allerdings habe der Inlands-Auftragseingang zuletzt deutlich zugelegt.
Quelle Heilbronner Stimme vom 14. Ausgust 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de
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