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Weltkonferenz der Biobauern in Hohenlohe

     
 
 

20.8.07

 

Die Deutschen essen inzwischen mehr Bioprodukte, als die einheimischen Bauern produzieren. Auch das ist ein Thema der Welt-Bio-Konferenz, die Ende August in Schwäbisch Hall stattfindet.

Die rund 250 Experten aus aller Welt, die sich am 26. August zu einer dreitägigen Welt-Bio-Konferenz in Schwäbisch Hall treffen, haben allen Grund zur Freude. "In den letzten Jahren ist die ökologische Lebensmittelproduktion sehr erfolgreich gewesen", sagt Gerald Herrmann, der Präsident des weltweiten Dachverbands aller Ökoverbände namens Ifoam (International Federation of Organic Agriculture Movement) mit Sitz in Bonn. Für die Teilnehmer der Weltkonferenz, die zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren wieder in Deutschland stattfindet, ist die Bundesrepublik allerdings längst kein Paradebeispiel mehr für den Fortschritt der Bewegung. Die fast 18 000 deutschen Produzenten ökologischer Lebensmittel stagnieren nach Angaben des Ifoam-Präsidenten Herrmann bei einem Marktanteil von weniger als fünf Prozent und einem Umsatz von vier Milliarden Euro pro Jahr.

Das sei einfach nicht mehr genug, behaupten die Fachleute. Laut Statistik wächst der Markt jedes Jahr um 15 Prozent, aber die deutschen Ökobauern haben zu wenig Fläche und können den Bedarf der Verbraucher längst nicht mehr befriedigen. "Die Chancen der deutschen Bauern werden nicht genutzt", behauptet Herrmann. Das trifft allerdings nur bedingt für den Nordosten Baden-Württembergs zu. "Wir haben hier die höchste Dichte an Biobetrieben in ganz Europa", sagt Rudolf Bühler, der Chef der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, der die Weltkonferenz ins Hohenlohische geholt hat. In ganz Baden-Württemberg haben insgesamt mehr als 5000 Ökobauern mit 89 000 Hektar einen Flächenanteil von mehr als sechs Prozent mit wachsender Tendenz. Für Bühler ist es deshalb "angemessen, dass mal eine Weltkonferenz in Hohenlohe stattfindet, wo die ländliche Entwicklung überdurchschnittlich vorangetrieben wird". Vom 26. bis 28. August werden im Schwäbisch Haller Kongresszentrum unter anderem zwei Trägerinnen des alternativen Nobelpreises, Landwirtschaftsminister Peter Hauk und die Exbundesministerin Renate Künast erwartet. Teilnehmer aus 25 Nationen sollen über die Entwicklung des Ökolandbaus in ihren Erdteilen berichten.

Quelle Stuttgarter Zeitung vom 17. August 2007 von Wieland Schmid www.stuttgarter-zeitung.de

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http://www.hohenloheaktiv.de
 
         
         
 
 

 
 
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