Nach Abstatt, Ilshofen, Lauda-Königshofen und Öhringen lud die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) jetzt Vertreter von Kommunen und Unternehmen ein. Über 80 Gäste folgten der Einladung. Informiert wurde über die aktuelle Arbeit, für von den Teilnehmern große Anerkennung ausgesprochen wurde. Vor allem die Maßnahmen der Fachkräfteansprache fanden großen Zuspruch.
„Heute ist mir die Abgrenzung der Aufgaben zwischen der IHK und unserer Landkreiswirtschaftsförderung klar geworden“, so ein Teilnehmer beim MarketingForum: Heilbronn-Franken im i_PARK TAUBERFRANKEN in Lauda-Königshofen. Geschäftsführer Steffen Schoch war das bewusst, dass die Abgrenzung der zahlreichen die Wirtschaft fördernden Akteure für Außenstehende unklar erscheinen muss. „Das ist der Hauptgrund, weshalb wir jetzt zu unseren Veranstaltungen in der Region eingeladen haben“, so Schoch. „Wir haben in Summe und gesamtregional gesehen weder zu wenige finanzielle Mittel noch zu wenig Personal. Vielmehr beschäftigen wir uns in der Region zu oft viel zu sehr damit uns gegenseitig voneinander abzugrenzen und innerhalb der Region weitere Marken aufzubauen, als gemeinsam Flagge nach draußen zu zeigen und zielgruppengenaue Aktivitäten mit dem Absender ´Heilbronn-Franken´ durchzuführen.“ Schoch ist sich sicher, dass gerade in Zeiten des globalen Wettbewerbs mehr Chancen in der gesamtregionalen Vermarktung von Regionen liegen, als nur landkreisweit aktiv zu sein. „Wir verstehen uns als `Rosinenpicker´ und übertragen die Stärken und Spitzenstellungen einzelner Teilräume auf die gesamte Region. Dadurch wecken wir eine große Aufmerksamkeit und Interesse, mehr über Heilbronn-Franken zu erfahren“, ist sich der Marketingfachmann sicher.
Vorgestellt wurden die nationalen und internationalen Aktivitäten der WHF zur Sensibilisierung von Unternehmen und qualifizierten Fachkräften. Schoch verwies auf die zahlreichen Kooperationsmöglichkeiten der Unternehmen und Kommunen im Rahmen der Veranstaltungsreihe StandortFocus: Heilbronn-Franken, der EuropaForen, der Präsentationen in den Vertretungen des Landes Baden-Württemberg in Berlin und Brüssel, bei Messen oder im Rahmen von Wirtschaftsdelegationen. Diese Angebote wurden von den Teilnehmern auch als sehr interessant empfunden. Deutlich herausgearbeitet wurden auch die Schnittstellen zu den Wirtschaftskammern und Wirtschaftsförderungsgesellschaften. „Wir sind keine Wettbewerber oder Konkurrenten“, betonte Schoch vehement, „wir sind alle Partner und arbeiten an unterschiedlichen Stellen daran, um das Wachstum der regionalen Unternehmen auch zukünftig positiv zu begleiten und den entsprechenden Rahmen zu schaffen.“
Auf großes Interesse stieß auch die Vorstellung der Innovationsstudie durch Professor Waldemar Pelz von der heilbronn business school (hbs). „Erfolgreiche mittelständische Unternehmen der Region Heilbronn-Franken wenden Instrumente und Maßnahmen an, was die international renommierte Literatur zu diesem Thema als ´Stand der Wissenschaft´definiert“, sagte Pelz. Noch im Laufe dieses Jahres soll diese Studie in eine umfangreiche Unternehmensbefragung münden, welche im Ergebnis Handlungsanweisungen für die Unternehmen der Region geben soll um zukünftig noch innovativer und damit noch erfolgreicher zu sein.
Heilbronn-Franken - "Wo Unternehmen Freude macht", lautet der augenzwinkernde Slogan, der Kooperationsmöglichkeiten offenbaren und letztlich die Region voranbringen will. Dass das nur mit Unterstützung von "unten" geschehen kann, verdeutlichte Steffen Schoch im Rahmen der Marketingseminare ausdrücklich. Innovations- und Standort-Foren sollen ein Übriges tun. Als nächstes großes Ziel nannte Schoch die Ausrichtung der Stallwächter-Party 2008 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin durch die Region. Dieses Ereignis sei stets "ein Hammer" und helfe dabei, die Region Heilbronn-Franken bundesweit ins Gespräch zu bringen.
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