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Tauber-Solar jetzt auch in Spanien

     
 
 

1.9.07

 

Das in Tauberbischofsheim ansässige Unternehmen kann jetzt nach Abschluss aller erforderlichen Verträge und Absprachen mit dem ersten Projekt in Spanien beginnen.

Eine Freiflächenanlage mit einer Leistung von 2,2 Mega-Watt-Peak wird 110 Kilometer nordwestlich von Madrid, in der Nähe der 50 000 Einwohner Stadt Ávila, errichtet. Ávila ist bekannt durch seine vollständig erhaltene romanische Stadtmauer und seit 1985 UNESCO Weltkulturerbe.

Die bundesweit tätige Betreibergesellschaft Tauber-Solar hat bislang über 110 Dachanlagen gebaut und damit über 20,3 Megawattpeak an Solarstromleistung ans Netz gebracht, darunter die weltgrößten Dach-Photovoltaikanlagen in Bürstadt, Kreis Heppenheim, Südhessen und Muggensturm, Kreis Rastatt, an der A5 Basel-Frankfurt gelegen.

Der gute Ruf der bundesdeutschen Solarbranche in Spanien hat zu einem regelrechten Bauboom bei den Freiflächenanlagen dort geführt.

Die Verhältnisse im Land sind ideal: Viel Sonnenschein, große brachliegende Flächen bei geringer Bevölkerungsdichte von rund 90 Einwohnern/km2 (Deutschland: 230 EW/km2) und eine nach spanischem Gesetz (Real Decreto 661 von 2007) garantierte Einspeisevergütung von cirka 44 Cent/Kilowattstunde über 25 Jahre mit jährlicher Inflationsanpassung.

Spanien braucht wegen des hohen Wirtschaftswachstums viel Energie und muss dabei auch seine Klimaschutzziele einhalten.

Bis zum Jahre 2010 sollen dort nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur in Berlin (dena) Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 400 Megawattpeak gebaut sein. Spanien liegt in Europa bei der installierten Photovoltaik auf Platz 2 hinter Deutschland. Bis jetzt sind bereits über 100 MWP an Freiflächen in Spanien im Bau oder haben bereits Netzanschluss.

Die im Bau befindliche Anlage auf einer Fläche von 80 000 Quadratmeter soll im November 2007 fertiggestellt sein, danach läuft ein Probebetrieb und spätestens im 2. Quartal 2008 wird die Endabnahme sein.

Bauträger ist Ralos Iberica. Die Firma Ralos hat ihren Stammsitz in Michelstadt/Odenwald und ist bundesweit seit Jahren in der Photovoltaik-Branche tätig. Mit Tauber-Solar hat sie bereits bei früheren Projekten zusammengearbeitet. Das Untergestell wird von der Firma Krinner Schraubfundamente mit Sitz in Straßkirchen/Niederbayern geliefert.

Zum Einsatz kommen Module der Firma Evergreen aus Thalheim/Sachsen-Anhalt. Die Photovoltaikzellen werden mit dem Ressourcen schonenden String Ribbon Verfahren hergestellt.

Die Module zeichnen sich nach Herstellerangaben aus durch eine äußerst kurze Energierücklaufzeit von 18 Monaten, das heißt nach dieser Betriebszeit ist die Energie erzeugt, die zur Herstellung aufgebracht werden musste. Der Hersteller gewährt außerdem eine Leistungsgarantie von 25 Jahren.

Gemäß Ertragsgutachten von Meteocontrol wird mit einem Ertrag von 1 431 Kilowattstunden pro Kilowattpeak kalkuliert, das führt zu einem Stromertrag von über 3,14 Millionen kWh im Jahr. Diese Strommenge reicht aus für 785 Vier-Personen-Haushalte.

Die Anlage wird fertigungstechnisch unterteilt in 20 Anlagen mit je 100 kWp Leistung. Das Investitionsvolumen in Höhe von cirka 15 Millionen Euro soll im Rahmen einer Bürgerbeteiligung aufgebracht werden.

Neun Millionen Euro werden nach Firmenangaben aus einer Bankfinanzierung und cirka sechs Millionen euro direkt von Mitunternehmerinnen und Mitunternehmern über eine atypisch stille Beteiligung kommen.

Weitere Projekte in dieser Größenordnung befinden sich nach Angaben von Tauber-Solar in der Entwicklung und sind kurz vor Vertragsabschluss.

Weitere Informationen unter

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