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Klar Schiff im Gewerbepark

     
 
 

19.9.07

 

Große Namen prägen den Gewerbepark Hohenlohe direkt an der A6: Stahl, Würth, Ziehl-Abegg, Lidl und andere haben sich dort angesiedelt. Ein starkes Stück Hohenlohe mit einer - zumindest bislang - wenig repräsentativen Zufahrt: Schmuddelig und improvisiert wirkt der Bereich um den Waldenburger Bahnhof. Das soll sich ändern. Der symbolische erste Spatenstich am Montagvormittag markierte den Baubeginn des Projekts „Ausbau Bahnhofstraße“.

„Für den Gewerbepark ist das sehr wichtig und auch für die Firma Stahl“, sagte der Künzelsauer Bürgermeister und Vorsitzende des Zweckverbands Gewerbepark Hohenlohe, Volker Lenz. Zusammen mit seinen Kollegen Markus Knobel aus Waldenburg und Joachim Schaaf aus Kupferzell sowie weiteren am Projekt Beteiligten griff Lenz anschließend zum Spaten.

Ebbe in der Kasse

Die Vorgeschichte reicht beinahe zehn Jahre zurück. 1998 hatte der Zweckverband die Straße Am Bahnhof der Deutschen Bahn abgekauft. Im Sommer des gleichen Jahres vergab der Verband die Planungen für den Ausbau der Straße, der dann allerdings immer wieder verschoben wurde - mangels Geld. „Wir hatten Ebbe in der Kasse“, sagte Lenz und erinnerte an das wiederholte Drängen der Firma Stahl, die den Ausbau gerne früher gesehen hätte.

So ganz ohne Spitze ging der Rückblick nicht ab: Die vergleichsweise schwachen Gewerbesteuerzahlungen vergangener Jahre wertete Lenz als Indiz dafür, dass auch bei der Firma R. Stahl zeitweise Ebbe in der Kasse geherrscht habe.

Auf 672 Metern Länge erhält die Bahnhofstraße in den kommenden Monaten eine völlig neue Gestalt mit Geh- und Radweg sowie Grünstreifen und Parkplätzen. Insgesamt ergibt sich so eine Regelausbaubreite von 14 Metern. Den Ausbau hatte allerdings nicht nur der größte Anlieger, die Firma Stahl, herbeigesehnt. Auch für den Nahverkehr Hohenlohekreis (NVH) deutet sich mit dem Baubeginn das Ende eines langjährigen Provisoriums an. Die Straße erhält mit dem Ausbau klar abgegrenzte Bushaltestellen mit Wartehäuschen sowie eine Wendeplatte mit 25 Metern Durchmesser.

Ambiente

„Unsere bisherige Wendefläche war leider oft zugeparkt“, sagt NVH-Betriebsleiter Roland Braun. Die Folge waren oft zeitraubende lange Fahrten der Gelenkbusse, mitunter sogar bis zum Anschluss an die B19. Für Roland Braun ist der Ausbau auch eine „Frage des Ambientes“, und das sei bislang wenig schmeichelhaft gewesen. Bushaltestellenbereich und Straße gehen mehr oder weniger ohne sichtbare Trennung einfach ineinander über. Auch der Zustand der Straße selbst war alles andere als gut: „Wir haben sie immer wieder so gut wie möglich ausgebessert“, räumte Volker Lenz ein.

Die Kosten des Straßenausbaus liegen mit rund 830 000 Euro in der Angebotssumme deutlich unter dem Kostenvoranschlag vom Juli 2007. Damals war das Planungsbüro von insgesamt 1,42 Millionen Euro für die Baumaßnahme ausgegangen. Kommentar „Hausputz“

Am 1990 gegründeten Zweckverband Gewerbepark Hohenlohe sind Künzelsau, Waldenburg sowie Kupferzell im Verhältnis 40:30:30 beteiligt. Das Verbandsgebiet umfasst eine Fläche von rund 230 Hektar, wovon derzeit 135 Hektar erschlossen sind. Rund 74 Hektar befinden sich in der Hand von Unternehmern.

Quelle Heilbronner Stimme vom 17. Sep. 2007 von Matthias Stolla www.stimme.de

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