Der Andrang auf die Studiengänge der Hochschule Heilbronn ist ungebrochen. 968 junge Leute beginnen am 1. Oktober ihr Studium in Heilbronn oder Künzelsau. Auch die neuen Studienangebote Internationale Betriebswirtschaft Osteuropa (IBO) und Energiemanagement (EM) sind auf Anhieb stark nachgefragt.
Wieder versank das Studentensekretariat in einer Bewerbungsflut: 7 475 Frauen und Männer schickten per Mail ihre Unterlagen und machten Heilbronn zur bewerberstärksten Fachhochschule im Land. Spitzenreiter hier war wie in jedem Jahr Tourismusbetriebswirtschaft mit 1738 Interessenten. In der Technik verzeichnet das Maschinenbau-Studium die größte Nachfrage: 457 Bewerber wollten sich einschreiben, 51 werden jetzt tatsächlich ihr Studium aufnehmen.
Rektor Gerhard Peter ist mit den Zahlen sehr zufrieden, vor allem auch mit der Tatsache, dass alle drei Fachrichtungen, Betriebswirtschaft, Technik und Informatik, so gut ankommen. Kein Studiengang, der nicht überbucht hat, also mit mehr Studenten startet, als die Kapazität ausweist.
Obwohl die Werbung erst spät eingesetzt hatte, interessierten sich 245 junge Leute für den neuen BWL-Studiengang mit Schwerpunkt Osteuropa - 43 beginnen im Oktober ihr Studium. Auch Energiemanagement in Künzelsau braucht sich mit seinen 85 Bewerbern nicht zu verstecken. 28 Studenten werden begrüßt. Die beiden Studiengänge sind der Heilbronner Start in das 2012-Programm, mit dem die Zahl der Studienplätze in Baden-Württemberg bis zum doppelten Abiturientenjahrgang in fünf Jahren stark ausgeweitet werden soll. Im Frühjahr 2008 nimmt dann der Studiengang Electronic Business zusätzlich neue Studierende auf. Fünf Studiengänge werden zum Wintersemester 2008/09 neu aufgelegt: Verkehrsbetriebswirtschaft und Personenverkehr, Non-Profit-Organisation-Management, Fahrzeugtechnik, Laser Application Engineering und Computer Aided Process Engineering.
Doppelstart
Doch nicht nur die ersten 2012-Studiengänge kommen gut an. Auch das Fach Robotik und Automation nimmt gut ausgelastet die Arbeit auf. Der Studiengang ist neu und soll in der Fakultät Technik 1 die Studentenzahlen stabilisieren. Gemeinsam mit dem lange Zeit schlecht nachgefragten Studiengang Elektronik und Informationstechnik schreibt er bessere Zahlen - der Doppelstart zum Wintersemester schließt das Bewerberloch im Frühjahr für immer.
Noch laufen die Rückmeldungen und deshalb kann Rektor Peter die Studentenzahl nur schätzen: 5200 bis 5300 werden es wohl. Das ist ein „Rückgang“ von etwa zehn Prozent - und ein statistisches Phänomen: Um Studiengebühren zu sparen, lassen sich die Studenten im Auslandssemester beurlauben. Und während der Diplomarbeit müssen sie auch nicht mehr eingeschrieben sein.
Quelle Heilbronner Stimme vom 18. September 2007 www.stimme.de
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