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Eine der größten in Hohenlohe

     
 
 

20.9.07

 

Fast 150 Jahre ist der Betrieb inzwischen alt. Aus der kleinen Bäckerei hat sich seitdem eine der größten in Hohenlohe entwickelt. Mit 15 Filialen - die 16. wird gerade eröffnet - zwischen Schwäbisch Hall, Crailsheim, Bad Mergentheim und Öhringen, mit fünf Verkaufsfahrzeugen und 140 Mitarbeitern stellt sich die Bäckerei Weiß auf die Zukunft ein. Und das bedeutet auch für Inhaber Jürgen Weiß einige Umstellungen.

„Die Ernährungsgewohnheiten haben sich gewandelt“, berichtet der Bäckermeister. „Wir brauchen jedes Jahr mehr Kunden, um den Umsatz halten zu können.“ Denn längst kaufen die Familien nicht mehr so viel Brot - Essen in der Kantine oder aus der Tiefkühltruhe hat die tägliche gemeinsame Tafel abgelöst, und Gesundheitsbewusste frühstücken lieber Müsli. Vor diesem Hintergrund sagt Weiß: „Wir sind in diesem Jahr bislang zufrieden mit dem Niveau.“

Einfaches Brot reicht auch schon lange nicht mehr aus, um den Umsatz zu sichern. Der Verkauf von Brötchen und Snacks bis hin zu belegten Broten ist stark gestiegen in den vergangenen Jahren, Neuigkeiten wie mediterranes Gebäck, etwa Ciabatta, sind hinzugekommen. „Wir können das nicht abbremsen, wir können nur mitschwimmen“, meint Jürgen Weiß.

Wobei ein passives Dahingleiten damit nicht gemeint ist. Zur Strategie der Kupferzeller zählt, immer neue Wege zu gehen. Doch gleichzeitig müssen die Kosten im Griff bleiben. „Einen Fehlschlag kann man sich nicht mehr leisten“, berichtet Philipp Krauß, Meister in der hauseigenen Bäckerei. Andererseits will Weiß wachsen - „das muss man, um überleben zu können“, sagt der Inhaber.

Dazu gehört aber auch, steigende Preise an die Kundschaft weiterzugeben. Vor allem die Kosten für die Energie und für Milchprodukte gingen in den vergangenen Monaten steil nach oben. Dennoch würden so gut wie keine Backtriebmittel verwendet, versichern Weiß und Krauß. Dabei hat die Bäckerei durchaus nicht nur Biowaren im Angebot. Das Mehl kommt aber aus Baden-Württemberg, der Großteil aller Rohstoffe stammt aus der unmittelbaren Umgebung, berichtet Weiß.

Nach wie vor sei vieles im Betrieb Handarbeit, betonen die beiden Bäckermeister. Andererseits sind die Filialen mit der Zentrale vernetzt - so weit, dass die Bestellungen inzwischen über die Ladenkasse eingegeben werden. Die Zahl der Auszubildenden ist nun auf 26 angewachsen, davon sieben in der Bäckerei, die übrigen in den Filialen. „Man muss sich sein Fachpersonal selbst heranziehen“, ist Weiß überzeugt.

Das Jubiläum in drei Jahren soll groß gefeiert werden. Im Vorfeld wird am Sonntag, 30. September, schon einmal geübt - beim „Tag der offenen Bäckerei“ von 11 bis 18 Uhr.

Quelle Heilbronner Stimme vom 19. September 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de

Weitere Informationen unter

Heilbronn-Franken/Gesellschafter/HWK