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Heilbronn geht wichtigen Schritt in Richtung Energiezukunft

     
 
 

21.9.07

 

Innovative Brennstoffzelle für Fritz-Ulrich-Schule in Betrieb genommen 

In Heilbronn ist heute (21.9.) ein hochmodernes Niedertemperatur-Brennstoffzellen-Heizgerät des Herstellers BAXI INNOTECH offiziell in Betrieb genommen worden. Die Räume der Kernzeitbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Fritz-Ulrich-Schule werden künftig durch diese effiziente und umweltschonende Technologie mit Strom und Wärme versorgt – „ein wichtiger Schritt in Richtung Energiezukunft“, wie sich alle Beteiligten einig waren. Der Einsatz der innovativen Brennstoffzellentechnik ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Heilbronn und der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

"Wir als Stadt Heilbronn freuen uns, dass wir an der Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie mitwirken können, " so Margarete Krug, Erste Bürgermeisterin von Heilbronn. Neben der rationellen Energieerzeugung sei zukünftig auch der Aspekt der Energieeinsparung von großer Bedeutung. "Als Stadt Heilbronn sind wir Betreiber von vielen Gebäuden. Die CO2-Emissionen sind dort seit 1999 um ca. 8% zurückgegangen. Wir wissen aber, dass in unseren Liegenschaften noch weitere Einsparpotenziale schlummern, die wir nach Möglichkeit aus ökologischen und betriebswirtschaftlichen Gründen erschließen sollten."

Das Heilbronner Brennstoffzellen-Projekt ist Teil eines landesweiten Programms der EnBW zur Förderung der Brennstoffzellentechnologie. Seit Dezember 2001 hat die EnBW 23 Brennstoffzellenanlagen unterschiedlicher Technologien bei Kunden und Partnern wie zum Beispiel einer karitativen Einrichtung, einem Berufsschulzentrum, der Fachhochschule Ravensburg-Weingarten, den Handwerkskammern Stuttgart und Karlsruhe sowie in zahlreichen privaten Pionierhaushalten installiert.

„Als traditionell fest in Baden-Württemberg verwurzeltes Unternehmen ist uns dieses Brennstoffzellenprogramm ein besonderes Anliegen. Gemeinsam mit den Städten und Kommunen unseres Landes wollen wir ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Lösungen für die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung entwickeln. Dass wir mit dieser Investition in Heilbronn gemeinsam mit den regionalen Versorgern an einem Strang ziehen, ist ein weiterer eindrucksvoller Beleg für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der HVG und der ZEAG", so Peter Boos, Vorstandsmitglied der EnBW Regional AG.

Das jetzt offiziell in Betrieb genommene Brennstoffzellenheizgerät versorgt die Räume der Kernzeitbetreuung in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Fritz-Ulrich-Schule mit Strom und Wärme. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern und dem neuen Brennstoffzellenheizgerät einen weiteren Beitrag zum sauberen und verantwortungsbewussten Umgang mit Energie leisten können“, so Christiane Ziemer, Rektorin der Fritz-Ulrich-Schule in Heilbronn.

Da es sich bei der Brennstoffzellenanlage um einen Prototypen und damit um eine noch unverkäufliche Anlage handelt, wird sie im Rahmen eines so genannten Contracting-Vertrags betrieben. Das heißt, die Anlage bleibt in Besitz der EnBW, sie wird die Anlage auch betreiben und überwachen. Dieses Betreibermodell hat für die Schule auch den Vorteil, dass sie - ähnlich wie bei einem Leasing-Vertrag - nur für die tatsächliche Energie, die sie bezieht – aufkommt.

Die in Heilbronn installierte Anlage „BETA 1.5“ von BAXI INNOTECH zählt zu den Niedertemperatur-Brennstoffzellensystemen vom Typ PEMFC (Polymer Elektrolyt Membrane Fuel Cell). Die Brennstoffzelle weist eine elektrische Leistung von maximal 1,5 kW und eine Wärmeleistung von maximal 3,0 kW auf. Für die Wärmebedarfsspitzen ist ein Zusatzwärmeerzeuger mit 15 kW Heizleistung im Gerät integriert. Das Brennstoffzellenheizgerät wird an das vorhandene Erdgasnetz angeschlossen. Innerhalb der Brennstoffzellenanlage wird das Erdgas zu einem wasserstoffreichen Gas aufbereitet. Die dort chemisch gebundene Energie wird dann direkt und ohne weitere Umwandlungsschritte in elektrische Energie gewandelt. Dabei entsteht aus wasserstoffreichem Brenngas und Sauerstoff aus der Luft neben elektrischem Strom auch gleichzeitig Wärme, die für die Heizung und die Warmwasserbereitung genutzt wird.

Foto:
Margarete Krug, Erste Bürgermeisterin der Stadt Heilbronn (v. l.), Ataman Turanli, Geschäftsführer der Heilbronner VersorgungsGmbH, Peter Boos, Vorstandsmitglied der EnBW Regional AG, Christiane Ziemer, Rektorin der Fritz-Ulrich-Schule in Heilbronn und Kai Fischer, Vorstandsmitglied der ZEAG Energie AG, und Zoe, Schülerin der Schule (vorne), nehmen am Freitag, 21. September, an der Fritz-Ulrich-Schule durch das symbolische Drücken eines Startknopfes ein Niedertemperatur-Brennstoffzellen-Heizgerät in Betrieb. (Foto: EnBW/Baumann)

Ansprechpartner für Rückfragen:

Für die Stadt Heilbronn:
Pressestelle
07131/56-2288
pressestelle@stadt-heilbronn.de

Für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG:
Unternehmenskommunikation
0721-63 14 320
presse@enbw.com

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