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Das Land Baden-Württemberg hat zugesagt, die Schienenverkehrssituation in der Region Heilbronn-Franken zu verbessern.
„Die Bedeutung einer gut funktionierenden Verkehrsinfrastruktur für die Wirtschaft und die Mobilität jedes Einzelnen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Neben der Straße ist und bleibt die Schiene ein wichtiger Verkehrsträger.“ Das sagte Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle bei einem Gespräch mit Bundes- und Landtagsabgeordneten und Vertretern der Landkreise, Städte und Gemeinden der Region Heilbronn-Franken sowie der Deutschen Bahn am Donnerstag, 27. September 2007, in Heilbronn. Die Region verfüge über keinen Fernverkehrsanschluss und sei deshalb auf die Anbindung durch den Schienenpersonennahverkehr in Richtung Würzburg, Mannheim und Stuttgart angewiesen. „Wir müssen die Region Heilbronn-Franken aus dem Windschatten holen“, so Köberle. Zusammen mit der Region und der Deutschen Bahn werde das Land die verkehrliche Situation analysieren und Lösungsansätze erarbeiten, die den Schienenverkehr kurz-, mittel- und langfristig verbessern sollen.
Die Strecke Heilbronn-Würzburg stehe dabei im Mittelpunkt der Gespräche. Kurz- und mittelfristig gehe es darum, durch die Beseitigung einzelner Mängel und eine Streckenertüchtigung insgesamt die Fahrzeit nach Würzburg zu verkürzen, um den wichtigen Fernverkehrsknoten pünktlich und zuverlässig zu erreichen. Langfristiges Ziel sei die Beseitigung des eingleisigen Engpasses zwischen Züttlingen und Möckmühl und die Einführung des Stundentaktes auf dieser Strecke. „Ohne erhebliche Investitionen ist das nicht zu leisten“, sagte der Staatssekretär. Die DB AG werde als ersten Schritt kurzfristig ein Konzept vorlegen, wie man mit vertretbarem Aufwand die angestrebte Streckenertüchtigung bewerkstelligen könne. Land, Region und Bahn würden sich dazu in den kommenden Wochen erneut zusammensetzen.
Die zum Fahrplanwechsel im Juni 2007 vollzogenen Kürzungen im Schienenpersonennahverkehr könnten nicht zurückgenommen werden, da der Bund die erforderlichen Regionalisierungsmittel drastisch gekürzt habe und das Land an das vorrangige Ziel der Haushaltskonsolidierung gebunden sei. Erfreulich sei daher, dass im Schülerverkehr zwischen Heilbronn und Osterburken zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 Verbesserungen erreicht werden können. Die Regionalbahn von Lauda über Osterburken (ab 7.04 Uhr) bis Möckmühl (an 7.20 Uhr) zum Schulbeginn stelle das Angebot wie vor dem letzten Fahrplanwechsel am 10. Juni 2007 wieder her. Gleiches gelte für die Regionalbahn von Bad Friedrichshall -Jagstfeld (ab 12.52 Uhr) nach Osterburken für Schüler nach der sechsten Schulstunde in Bad Friedrichshall-Jagstfeld und Möckmühl sowie nach der fünften Schulstunde in Heilbronn, die ebenfalls den früheren Zustand herstellen werde.
Quelle: dpa/lsw
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