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Studierende ganz heiß auf Osteuropa

     
 
 

19.10.07

 

Jetzt startet der neue Studiengang „Internationale Betriebswirtschaft – Osteuropa“, den die Hochschule Heilbronn hat mit Hilfe von IHK und der Künzelsauer Berner-Gruppe“ aus der Taufe gehoben hat.

Beim Stichwort Osteuropa geraten Wirtschafts- und Marketingfachleute ins Schwärmen: Dort boomt die Nachfrage nach westlichen Produkten und Verfahren, neue Märkte wollen erschlossen, zusätzliche Umsätze generiert werden. Dafür braucht man Top-Leute in den Firmen, russische Sprachkenntnisse inklusive.

245 Bewerber

Die Hochschule Heilbronn hat mit Hilfe von IHK und der Künzelsauer Berner-Gruppe aufs richtige Pferd gesetzt, als sie den neuen siebensemestrigen Studiengang „Internationale Betriebswirtschaft - Osteuropa“ aus der Taufe hob. Dass die Nachfrage nach „IBO“ riesig sein würde, überraschte Hochschulprofessor Andreas Fuhrmann nicht: 245 junge Leute bewarben sich um einen der 35 Studienplätze, 43 nahm die Hochschule zum 1. Oktober auf.

Ein Teil der Heilbronner Erstsemester stammt genau da her, wo künftig ihre Einsatzchancen liegen: aus Russland, Bulgarien und Lettland, aus Kasachstan und der Ukraine.

Zum Beispiel Christina Edel aus dem russischen Kaliningrad: „In Deutschland mache ich die Ausbildung, zu Hause möchte ich einmal arbeiten, am liebsten für eine Firma im Marketingbereich.“ Anders als viele ihrer Mitstudenten spricht sie perfekt Russisch und Deutsch, deshalb paukt sie jetzt Englisch.

Oder Arno Scholz aus Lauffen: Er sieht für sich eine rosige Zukunft auf noch unerschlossenen Märkten und außerdem die Chance, „viel Geld zu verdienen“. Aufs Russischlernen ist er ganz heiß: Vier Stunden in der Woche hat er Unterricht bei Russischlektorin Katharina Sperl.

Für Rektor Gerhard Peter beginnt Osteuropa da, „wo man mit Englisch nicht weiterkommt“ - Richtung Kasachstan. Den Studierenden versprach er bei einer Feierstunde in der Heilbronner Studentenkneipe Klubsofa eine solide praxisnahe Ausbildung auf hohem fachlichem, sprachlichem und interkulturellem Standard.

Stiftungsprofessur

Die Hohenloher Berner-Gruppe macht einen Teil ihres 780-Millionen-Euro-Umsatzes in Osteuropa. Dafür braucht sie fähige Köpfe. Sie auszubilden ist Berner, Künzelsau und BTI Ingelfingen in den nächsten fünf Jahren viel Geld wert: Je 65 000 Euro stellen sie für eine Stiftungsprofessur zur Verfügung, damit die Hochschule Betriebswirtschaftler für Osteuropa ausbilden kann. Auf sie hat Berner-Personalchef Hannes Krause bereits ein Auge geworfen. Bis die Stelle besetzt ist, stellt die Unternehmensgruppe Honorare für Gastdozenten zur Verfügung. Vereinbart sind Stipendien für Studierende aus osteuropäischen Partnerunis, Praktika und Hilfe bei Diplomarbeiten.

Quelle Heilbronner Stimme vom 18. Oktober 2007 von Ulrike Bauer www.stimme.de

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