Seit 1900 schreibt Leonhard Weiss an seiner erfolgreichen Geschichte. Das überregional bekannte Bauunternehmen hat trotz aller Erfolge seine Bodenhaftung nie verloren.
Der Firmengründer Leonhard Weiss, der 1880 in Haisterbach geboren wurde, war schon in jungen Jahren mit dem Bau eng verwurzelt und begleitete seinen Vater auf Eisenbahnbaustellen in ganz Deutschland. Mit 20 Jahren erhielt er ein Los für den Streckenbau Aalen-Neresheim-Ballmertshofen der westdeutschen Eisenbahngesellschaft. Diese Baustelle war der Grundstein für das heutige Unternehmen. 1921 kaufte er dort ein Firmengelände. Nach dem Tode des Gründers im Jahr 1938 führte seine Witwe, Ottilie Weiss, zusammen mit ihrem Sohn Walter und ihrem Schwiegersohn, Werner Schmidt sen., das Unternehmen erfolgreich weiter. Im Jahr 1938 optimierte der Betrieb seine Leistungsfähigkeit mit dem Start des Unternehmensbereiches Crailsheim. Von hier aus wurden vor allem die Bereiche Nordost-Württemberg und Bayern abgedeckt.
Heute wird das Unternehmen von Ulrich Weiss, dem Enkel des Gründers in der dritten Generation und drei weiteren Geschäftsführern geleitet.
Bis 1989 war das Bauunternehmen direkt in Crailsheim ansässig. Wegen des steten Wachstums war der Betrieb zuletzt auf fünf Standorte im Stadtgebiet verteilt. Als im nahe gelegenen Satteldorf ein neues Industriegebiet entwickelt wurde, ergriff die Firmenleitung die Chance und siedelte den Betrieb um. Seither hat die Bauunternehmung neben Göppingen hier ihren festen Standort. Zuerst mit einem Versorgungszentrum, einer Lehrlingswerkstatt und dem Tochterunternehmen Steinsanierung und Denkmalpflege Crailsheim. Seit 2001 sitzt auch die Verwaltung direkt an der Autobahn. Im Bundesgebiet ist das Bauunternehmen mit 17 Niederlassungen, hauptsächlich im süddeutschen Raum präsent, aber auch die Aktivitäten im europäischen Ausland gewinnen immer mehr an Bedeutung. Rumänien, Tschechien, Dänemark, Italien und die Schweiz sind nur einige der Länder, in denen Leonhard Weiss mit eigenständigen Tochterunternehmen erfolgreich tätig ist.
Das Familienunternehmen ist für sein breit gefächertes Dienstleistungsangebot, Kundenorientierung, Verlässlichkeit, termingerechte Fertigstellung, Wirtschaftlichkeit und große Kompetenz durch qualifizierte Mitarbeiter bekannt.
Leonhard Weiss hat seine Schwerpunkte nach wie vor im Gleis- sowie im Straßen- und Netzbau, entwickelte aber auch den Ingenieur- und Schlüsselfertigbau sehr erfolgreich weiter. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von Einzelleistungen nach Maß bis zur komplexen
Gesamtlösung aus einer Hand - sowohl Kleinaufträgen bis hin zu anspruchsvollen Großprojekten. Entgegen dem Branchentrend der letzten Jahre ist Leonhard Weiss weiter gewachsen. Rund 2600 Mitarbeiter sind heute bei "LW" beschäftigt. Sie wissen, dass sie in einer Firma arbeiten, die dem Begriff Familienunternehmen besondere Bedeutung zumisst. Denn gerade auch die Mitarbeiter sollen als "Mitunternehmer an der Entwicklung der Firma mitwirken".
So verwundert es nicht, dass der Firmenslogan "Mit Leonhard Weiss Freude am Bauen erleben" während eines gemeinsamen Workshops zwischen Geschäftsführung und Beschäftigten entwickelt wurde. Dass die Mitarbeiter einen besonderen Stellenwert Unternehmen haben, spiegelt sich auch in einem umfassenden Aus- und Weiterbildungskonzept wieder. Im Jahr 2004 wurde mit der Gründung der Leonhard Weiss-Akademie dazu ein Zeichen gesetzt.
Zum Ausbildungsbeginn in diesem September haben bei Leonhard Weiss und dem Tochterunternehmen Steinsanierung und Denkmalpflege Crailsheim wieder 67 junge Menschen ihre Ausbildung begonnen und damit den Grundstein für ihren beruflichen Erfolg gelegt. Unter ihnen sind wohl auch wieder etliche Aspiranten, die wie einige ihrer Vorgänger bei den traditionellen Handwerkswettbewerben zu den Preisträgern zählen werden. Stolz blickt der Betrieb auf einen "Handwerks-Weltmeister" und mehrere Bundessieger, die aus den Reihen der "Weiss-Azubis" kamen. Mit dem hohen Ausbildungsniveau sichert sich das Unternehmen seinen guten Mitarbeiterstab. Mit einer Quote von sechs Prozent der Belegschaft, gehört das Bauunternehmen in seiner Branche bundesweit zu den Spitzenbetrieben in Sachen Ausbildung. "Wir sichern uns damit nicht nur den Nachwuchs, sondern werden auch unserer sozialen Verantwortung in den Regionen gerecht", bekräftigt Ulrich Weiss. Jeder Einzelne wird nach seinen Stärken gefordert und gefördert und kann auch nach der Ausbildung seinen beruflichen Weg bei uns gehen", stellt der Vorsitzende der Geschäftsführung den neuen Azubis in Aussicht. Über Fortbildungsmaßnahmen in der Leonhard Weiss-Akademie stehen Wege bis in die Führungspositionen offen.
Von Stillstand kann bei "LW" keine Rede sein. Im Gegenteil: Ein weiterer Ausbau des Standortes in Satteldorf ist geplant, wird aber von der
Firmenleitung "mit ruhiger Hand angegangen". Die Aussichten sind gut, so schreibt das traditionsreiche Unternehmen seit Jahren schwarze Zahlen. Ganz im "schwäbischen" Verständnis der Gründer soll sich daran auch nichts ändern.
Quelle RegioBusiness vom 12. Oktober 2007 von Astrid Hackenbeck www.suedwest-aktiv.de/
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