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Neues Fass hält Bier länger frisch

     
 
 

29.10.07

 

Der Öhringer Verpackungsspezialist Huber Packaging Group bringt die nächste Generation des Partyfasses auf den Weg: Eine eingebaute Kohlendioxid-Patrone sorgt dafür, dass das Bier im Fünf-Liter-Fass nicht absteht, sondern bis zu 30 Tage lang frisch bleibt. Vergangenes Wochenende zeigte das Hohenloher Familienunternehmen das neue Produkt seinen Mitarbeitern.

In die Offensive gehen die Hohenloher mit ihrem neuen Produkt erst im nächsten Monat auf der Fachmesse Brau in Nürnberg. Erste Einblicke erhielten Kunden und Partner des Unternehmens aber bereits bei einer Kundenveranstaltung letzte Woche, als Huber-Chef Rainer Opferkuch das neue Easy-Keg IPS erklärte. „Gegenwärtig laufen Pilottests mit ausgewählten Kunden“, sagte Opferkuch. Danach wollen die Öhringer den Markt schrittweise erschließen: Zunächst in Deutschland und Europa, danach soll das neue Fass weltweit vermarktet werden.

Eigenes Werk

Schon seit den 1970er Jahren gibt es das Party-Fass. Bis 1998 brauchten die Kunden aber einen zusätzlichen Zapfhahn. Seit der Einführung des Party-Kegs mit integriertem Hahn ist die Nachfrage in die Höhe geschossen: auf 450 Prozent. Über 400 Biersorten werden weltweit in den Fünf-Liter-Fässern aus Hohenlohe verkauft. Das 1999 errichtete Partyfass-Werk vor den Toren Öhringens ist im vergangenen Jahr erweitert worden, nachdem die Kapazitätsgrenze auch für Opferkuch „überraschend vorzeitig“ erreicht worden war: Obwohl die Mitarbeiter an 17 Wochenenden rund um die Uhr Fässer produzierten, reichte die Kapazität nicht aus. Mit einer Elf-Millionen-Euro-Investition hat Huber die Kapazitäten in den vergangenen Monaten verdoppelt.

Nachfrageschub

Damit ist das Unternehmen vorbereitet auf den Nachfrageschub, den es sich von dem neuen Fass erhofft - wobei das bestehende Partyfass parallel weiter angeboten wird. „Anfänglich werden die verfügbaren Mengen aus technischen Gründen noch begrenzt sein“, sagte Opferkuch. Zunächst sollen vorrangig bestehende Kunden bedient werden. „Zügig“ sollen danach die Kapazitäten hochgefahren und der Nachfrage angepasst werden. Planzahlen lässt er sich allerdings nicht entlocken.

Neben der CO2-Kartusche, die für gleichmäßigen Druck sorgt und dafür, dass kein Sauerstoff an den Gerstensaft gelangt, kommt in dem neuen Fass auch ein veränderter Zapfhahn zum Einsatz: Eine Schaumdrossel bewirkt, dass sich das Bier trotz des höheren Drucks einfach zapfen lässt. „Viele haben gesagt, das geht nicht. Wir haben es hingekriegt“, lobte Opferkuch die Zusammenarbeit mit dem Entwicklungspartner Oberhofer aus dem Odenwald. Dort werden die Kunststoffteile auch für das neue Fass produziert, der Zusammenbau erfolgt in Öhringen.

Aber nicht nur technische Tests musste die nächste Generation des Fasses bestehen: Auch der Geschmack muss passen. Hier haben die Bier-Experten von der Hochschule Weihenstephan den Huber-Entwicklern grünes Licht gegeben.

Quelle Heilbronner Stimme vom 23. Oktober 2007 von Manfred Stockburger www.stimme.de

Viel Wirbel um Partyfässer

Verpackungen aus Weißblech erfüllen ihren Zweck vor allem darin, Produkte kompakt und sicher zu umschließen. Dass sie auch einen Höllen-Lärm verursachen und als Instrumente einen äußerst wirkungsvollen Dienst verrichten können, bewiesen vier Trommler am Donnerstag in Öhringen. Nebenan, im modernen Produktionswerk, stapeln sich die Partyfässer bis an die Decke. Im edlen Festzelt stehen sie in Reih und Glied auf der Bühne - und werden von dem dynamischen Quartett nach allen Regeln der Kunst bearbeitet.

Das Ergebnis ist eine kraftvolle Percussion-Darbietung der etwas anderen Art. Und ein symbolisches Zeichen der Stärke und des weiteren Wachstums einer erfolgreichen Firma. Denn die Fünf-Liter-Partyfässer sind der Verkaufsschlager von Huber. Die Kapazität des Produktionswerks im Öhringer Westen ist deshalb verdoppelt worden. Kostenpunkt: elf Millionen Euro. Doch auch in die anderen Geschäftsbereiche wurde in den vergangenen Monaten kräftig investiert. Seit 1. Januar 2007 heißt das Familienunternehmen nicht mehr „Huber Verpackungen“, sondern „Huber Packing Group“ - neues Logo inklusive. Der Hersteller von Weißblech-Verpackungen möchte noch internationaler werden. Und den Umsatz weiter ankurbeln. Dazu wurden die Geschäftsbereiche neu gegliedert und unter die neue Dachmarke gestellt.

Rekordinvestition

Unterm Strich steht das „größte Investitionsprogramm in unserer Unternehmensgeschichte“ (Rainer Opferkuch, Vorsitzender der Geschäftsführung), und diese Neuausrichtung wollte die Firmenleitung nun auch offiziell zur Schau stellen. Dazu wurden Freunde und Geschäftspartner am Donnerstag zu einem unterhaltsamen „Event“ eingeladen, bei dem sie nicht nur fürstlich bewirtet wurden, sondern bei dem rhythmischen Trommel-Part auch selbst auf Weißblech-Verpackungen schlagen oder Dosen schütteln durften. Am gestrigen Freitag folgten Präsentationen und Rundgänge durch die Öhringer Werke. Das Ganze wurde werbemäßig hübsch verpackt - und firmierte unter dem Slogan „Huber InPack“.

Supersystem

Wie wichtig die richtige Verpackung ist, um das Interesse der Kunden zu wecken, darüber sprach Dr. Helene Karmasin, die Leiterin des Wiener Instituts für Motivforschung. Ihr Vortrag war hoch interessant, und sie wusste genau, mit welchen Botschaften sie ihn verpacken musste. „Supermärkte sind semiotische Supersysteme“, voller bewusst gewählter Zeichen und Symbole, mit denen die Produzenten der Waren nur eines im Sinn haben: Die Gefühle der Menschen zu berühren und sie durch die richtige Verpackung zum Kaufen zu verführen. Größe und Formen, Materialien und Verschlüsse, Bilder und Texte, Ästhetik und Preise: All dies spielt eine große Rolle, um eine Ware zu einem Erlebnis zu machen.

Damit die Kunden Verpackungen in bester Druckqualität geliefert bekommen, hat Huber seine deutschen Druckereien in Öhringen konzentriert - und den neuen Servicecenter technisch in großem Stil aufgerüstet.

Der Verpackungshersteller hat sich selbst eine neue Verpackung gegeben. Die Zukunft wird zeigen, wie viele neue Kunden zupacken werden.

Quelle Heilbronner Stimme vom 20. Oktober 2007 von Ralf Reichert www.stimme.de

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