| Neuer Prüfbericht belegt eine "hervorragende Qualität" am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim.
In diesen Tagen veröffentlichen die Kliniken in Deutschland ihren zweiten Qualitätsbericht zu ihren medizinischen Leistungen im Vorjahr. Erstmals werden darin Daten publiziert, die einen Vergleich des Leistungsniveaus einzelner Krankenhäuser bei bestimmten diagnostischen Maßnahmen und Therapien zulassen.
Außerordentlich gute Werte kann dabei das Caritas-Krankenhaus laut einer eigenen Pressemitteilung für das Jahr 2006 verzeichnen. "Wir haben eine extrem niedrige Komplikationsrate, die weit unter den vom Gesetzgeber empfohlenen Referenzwerten liegen", freute sich Christian Kuhl, Kaufmännischer Direktor, bei der gestrigen Vorstellung des Berichts. Dies sei nun für jeden Patienten nachzulesen.
Seit 2004 müssen die Krankenhäuser in Deutschland alle zwei Jahre einen solchen Qualitätsbericht vorlegen. Für den Zeitraum 2006 müssen die Kliniken die Anzahl der Komplikationen bei bestimmten Operationen oder Behandlungswegen nennen. Damit ist erstmals ein direkter Leistungsvergleich zwischen den Kliniken möglich.
Zur besseren Orientierung wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss aus Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen und Patientenvertretern ein Referenzwert bei der Rate der Komplikationen angegeben, der nicht überschritten werden sollte.
Erfreulich für das Caritas-Krankenhaus: Der Referenzwert für die vom Bundesausschuss ausgewählten Behandlungskomplexe werde nicht ein einziges Mal überschritten, heißt es in der Pressemitteilung. Im Gegenteil, die Komplikationsrate liege fast durchgehend am untersten Wert, also nahe Null. "Das belegt eindrucksvoll die hohe medizinische Kompetenz und das hohe Versorgungsniveau unseres Hauses", betonte der Ärztliche Direktor Prof. Christoph Eingartner. Als Beispiel führte er den Einsatz eines Herzschrittmachers an. Insgesamt wurden 2006 54 Herzschrittmacher eingesetzt. Dabei kam es weder während noch nach der Operation zu chirurgischen Komplikationen.
In keinem einzigen Fall verrutschten die Sonden im Vorhof oder der Herzkammer nach dem Einsatz des Schrittmachers. Komplikationsrate im Caritas-Krankenhaus 0,0 Prozent; der empfohlene Referenzwert toleriert Sondenlockerungen in bis zu drei Prozent der Fälle. Fazit von Prof. Eingartner: "Der Einsatz eines Herzschrittmachers erfolgt in unserem Haus also in allen Stadien völlig ohne Komplikationen."
Ähnlich gut schnitt das Caritas-Krankenhaus bei dem Einsatz künstlicher Hüftgelenke ab. Auf "hervorragende Ergebnisse" konnte Prof. Eingartner auch bei der operativen Entfernung der Gallenblase verweisen: In keinem einzigen Fall war eine ungeplante Folgeoperation notwendig.
Auch die gute Betreuung der Frühgeburten belege eindrucksvoll, dass quer durch alle Abteilungen des Hauses kompetente medizinische Behandlung und hochwertige pflegerischeVersorgung geleistet werde, meint Prof. Eingartner.
Der Hausobere des Caritas-Krankenhauses, Thomas Wigant, verwies auf die "Vorteile für die Patienten" durch die Veröffentlichung des Qualitätsberichts. "Damit werden die Leistungen jeder Klinik transparent, und jeder Bürger kann sich über die Leistungsfähigkeit einer Abteilung objektiv informieren."
Wigant: "Dass unser Haus bei den Vergleichswerten so außerordentlich positiv abschneidet, freut uns natürlich sehr." Durch die Zahlen werde bestätigt, dass die Qualitätspolitik des Caritas-Krankenhauses auf dem richtigen Weg sei.
"Wir haben tatsächlich auch alle der mehr als 3000 Fälle, die für die Vergleichswerte herangezogen werden, dokumentiert, und keine unliebsamen Komplikationen einfach als nicht dokumentiert verschleiert."
Ein einziger Patient habe sich durch vorzeitiges Verlassen der Klinik der Dokumentation entzogen. "Damit leisten wir, das heißt die Ärzte, die Pflegekräfte und das gesamte Personal eine praktisch hundertprozentige Qualitätssicherung zum Wohle der Patienten, die auf einen hohen Qualitätsstandard vertrauen dürfen."
Der Qualitätsbericht im Internet: www.ckbm.de. Gedruckte Exemplare versendet das Caritas kostenlos, Telefon 0 79 31 / 58 20 29 |