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Es gibt noch Ausbildungsplätze

     
 
 

17.11.07

 

Noch - Es ist ein umfangreiches Zahlenwerk, das sich in einem Satz zusammenfassen lässt: Rein theoretisch gibt es noch etwa 900 freie Stellen für jene 681 Jugendlichen, die bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz besonderer Unterstützung bedürfen. Das geht aus den Daten des regionalen Ausbildungspakts hervor, die gestern präsentiert wurden.

Erneut, betonten die Vertreter von IHK, Handwerkskammer und Arbeitsagenturen, seien die Vorgaben erfüllt worden: Betriebe der beiden Kammern stellten 1771 neue Ausbildungsplätze zur Verfügung - gefordert waren 760. 421 Unternehmen bilden erstmals aus - 380 sollten es sein. 517 Praktikantenplätze stehen zur Verfügung, 500 waren verlangt. „Wir haben den Pakt übererfüllt“, war IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger zufrieden. Der Ausbildungspakt wurde erstmals 2004 abgeschlossen und ist bis 2010 verlängert worden.

Deutliches Plus Auch bei den Ausbildungszahlen selbst sind die Beteiligten zufrieden: Sowohl IHK als auch Handwerkskammer verzeichneten zum Stichtag 30. September ein deutliches Plus. Bei der IHK wurden 4486 neue Lehrverträge registriert, 13,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei der Handwerkskammer waren es 1990 Lehrstellen, ein Plus von 11,4 Prozent. Zu diesen 6476 Azubis kommen nochmals etwa 1000 Jugendliche, die im öffentlichen Dienst, der Landwirtschaft, freien Berufen oder der Hauswirtschaft eine Ausbildung begonnen haben - genaue Daten gibt es hierzu aber erst nach Jahresende.

Dementsprechend gut sieht die Situation bei den unversorgten Bewerbern aus, die bei den drei Arbeitsagenturen in Heilbronn-Franken gemeldet sind. Ende September waren es noch 134 Interessenten, berichtete der Heilbronner Behördenleiter Martin Diepgen, davon 38 im Bezirk Heilbronn. Vor einem Jahr waren es noch 515. Neben Jugendlichen mit Einstiegshemmnissen fänden sich in dieser Gruppe auch solche, „die sich auf ein bestimmtes Ziel verbissen haben“.

Altbewerber Dennoch ist die Zahl der sogenannten Altbewerber - jener Jugendlicher, die nach ihrem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz gefunden haben - hoch. Von den knapp 4000 im vergangenen Jahr haben inzwischen 1600 eine Ausbildung begonnen, andererseits haben sich 900 einfach nicht mehr gemeldet - ob aus Nachlässigkeit oder Resignation, ist unbekannt, sagte Diepgen. Die übrigen Altbewerber wechselten in Schule, Studium, Job oder Fördermaßnahmen.

Dazu zählen unter anderem die Eingliederungshilfen Berufsvorbereitungs- und Berufseinstiegsjahr (BVJ und BEJ) sowie das Einstiegs- und Qualifizierungsjahr (EQJ). Ein BVJ haben in diesem Jahr 704 Jugendliche angetreten, beim BEJ waren es 726. Auch das EQJ gilt den Pakt-Beteiligten als sinnvoll: „70 Prozent bekommen anschließend einen Ausbildungsvertrag“, sagte Metzger.

Weitere Informationen unter

Ausbilungsplätze bei Unternehmen der IHK Heilbronn-Franken

Ausbilungsplätze bei Handwerksbetrieben der Handwerkskammer Heilbronn-Franken

 
         
         
 
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