Die Experimentierwelt für Naturwissenschaften und Technik im historischen Heilbronner Saatenspeicher Hagenbucher wird Anfang an in der ersten Liga deutscher Lern- und Erlebniswelten spielen.
Heilbronn wollte mit seinem geplanten Science Center namens Experimenta von Anfang an in der ersten Liga deutscher Lern- und Erlebniswelten spielen. Nun aber ist für Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach sogar klar: „Wir werden in dieser ersten Liga sicher ganz vorne mitmischen.“ Das hat seinen Preis: Die Experimentierwelt für Naturwissenschaften und Technik im historischen Saatenspeicher am Neckar wird 20 Millionen Euro kosten.
Baukosten
Für die bauliche Hülle samt Technik werden die Stadt Heilbronn, Sponsoren wie die Firma Würth, der Energiekonzern EnBW, die Gasversorgung Süddeutschland, die Südwestdeutsche Salzwerke AG und die Stadttochter Heilbronner Versorgungs GmbH aufkommen. Zu den rund 14,5 Millionen Euro Baukosten wird auch das Land über etwa drei Millionen Euro Sanierungszuschuss seinen Beitrag leisten. Wenn am kommenden Dienstag der Gemeinderat über den Experimenta-Entwurf entscheiden wird, ist in dem Beschluss ein Ja zu etwa 7,5 Millionen Euro Baukostenanteil aus der Stadtkasse enthalten.
Ausstattungkosten
Größter Förderer des Science Centers, das im Herbst 2009 fertig sein soll, ist die Dieter-Schwarz-Stiftung. Der Heilbronner Ehrenbürger Dieter Schwarz hat seiner Heimatstadt zugesagt, dass die Experimenta über seine Stiftung dauerhaft finanziert wird. Dazu gehören zunächst fünf Millionen Euro Erstinvestitionen für die Ausstattung mit Exponaten und Laboren zum Experimentieren.
Die fünf Labore für Kinder und Jugendliche waren das Anliegen der Stiftung des Neckarsulmer Handelskonzerns. „Unser Stiftungszweck ist die Investition in Bildung,“ erläuterte am Freitag Klaus Czernuska. Der frühere Heilbronner Landrat wird im Laufe des nächsten Jahres bei der Dieter-Schwarz-Stiftung die Zuständigkeit für Experimenta und AIM übernehmen. Die Akademie für Information und Management (AIM), eine Tochter der Schwarz-Stiftung, ist in erheblichem Umfang an der Ausarbeitung des Schülerforschungszentrum im Heilbronner Science Center beteiligt. Während der Mäzen im Namen der Erlebniswelt nicht auftaucht, ist im neuen Logo der Experimenta ein Erkennungszeichen des Hauptfinanziers jedoch unübersehbar - daschräggestellte kleine i aus dem Schriftzug Lidl.
Wolfgang Hansch, der wissenschaftliche Geschäftsführer der Experimenta, machte bei der Präsentation des Planungsstandes darauf aufmerksam, dass Heilbronn bei der wissenschaftlichen und didaktischen Ausgestaltung und Präsentation mit Agenturen, Universitäten, Schulinstituten sowie der regionalen Wirtschaft zusammenarbeitet.
Betriebskosten
Die Schwarz-Stiftung wird auch den Betrieb des Science Centers finanzieren. Etwa 25 Mitarbeiter werden fest angestellt. Eine große Zahl von freien Kräften wird hinzukommen. Außerdem geht die Stadt davon aus, dass das Land sich an den Kosten für pädagogisches Personal beteiligt. Über ihren Eintrittspreis werden die erwarteten mehr als 100 000 Besucher ihren Teil zur Deckung der Kosten beitragen. Die Planungen gehen von einem Einzugsgebiet von 150 Kilometer aus. Dafür wird es neue Parkmöglichkeiten geben. Die Pläne für das City-Parkhaus in der Bahnhofsvorstadt werden bald präsentiert.
Quelle Heilbronner Stimme vom 17. November 2007 von Iris Baars-Werner www.stimme.de
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